Am 24. Februar 2022 überfielen russische Truppen die Ukraine. Und das, obwohl Russland im Jahre 1994 das sogenannte Budapester Memorandum im Rahmen einer KSZE-Konferenz mit unterschrieben hat. Dafür, dass die Urkaine alle ihre Atomwaffen an Russland abtritt, verpflichtete sich Russland, die ukrainischen Grenzen zu garantieren.

Das Börsenjahr 2022 wurde stark durch diesen militärischen Konflikt geprägt, worunter auch unsere ETF-Strategie in Mitleidenschaft gezogen wurde. Bis Mitte Juni sahen wir Verluste von etwa 15%, mit einer anschließenden Erholung um etwa 12% bis August, gefolgt von einem Minus von ungefähr 10% bis zum Jahresende. Aufs Jahre gerechnet ist das insgesamt ein Verlust von ca. 15%. Erfreulicherweise erzielten wir in den ersten Wochen des neuen Jahres 2023 einen Gewinn von ca. +5%.

Was in 2022 auch ungewöhnlich war, war, dass neben den Aktien vor allem auch die Anleihen stark unter Druck gerieten. In unserer Strategie haben wir extra Staatsanleihen als Beimischung, um für den Fall einer Abwärtsbewegung an den Aktienmärkten eine Gegenposition zu haben. Das Normale ist, dass Staatsanleihen in schwierigen Börsensituationen eher steigen. Man muss sagen, dass 2022 leider eine Ausnahme von dieser Regel war. Auch die Staatsanleihen sind um teilweise mehr als 10% gefallen.

Das lässt sich auf die deutlich angestiegene Inflation zurückführen.  Preise steigen entweder, weil a) die Nachfrage steigt oder b) weil das Angebot sinkt und somit die Nachfrage schlechter bedient werden kann. Letzteres war in 2022 Fall. Einerseits waren die Lieferketten noch aufgrund der Corona-Krise nicht wieder ganz erholt gewesen. Andererseits hat der Ukraine-Krieg zu einer Verknappung von Energie geführt.

Positiv kann man feststellen, dass sich die Wirtschaft in Europa und den USA trotz aller Widrigkeiten als überraschend stabil erwiesen hat. Die Konsumenten geben nach wie vor ihr Geld aus, haben also nicht auf Krisenmodus umgeschaltet, die Nachfrage ist ungebrochen hoch und in fast allen Branchen werden Mitarbeiter gesucht.  Doch wie immer ist es schwierig, um nicht zu sagen unmöglich, abzuschätzen, was die Zukunft bringen wird. Klar scheint mir aber, dass ob kurz oder lang der Krieg vorbei sein wird, und dann wird, meiner Einschätzung nach, sehr wahrscheinlich der Aktienmarkt einen Sprung nach oben machen.

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