Ein häufiger Fehler: Spekulation

Viele denken, dass man beim Investieren in Aktien ständig auf dem Laufenden bleiben muss. Es sei notwendig, so meint man häufig, ständig die Börsenkurse zu beobachten, um gegebenenfalls schnell reagieren zu können. Überhaupt sei es am klügsten mit Aktien zu spekulieren oder wie man heutzutage auch sagt: zu traden.

Tatsächlich ist es aber so, dass diese Art des Investierens zu einer Reihe von Fehlern führt, so dass unterm Strich eine schlechte Rendite erzielt wird. Dazu gibt es zahlreiche Studien.

Ein Hauptfehler besteht darin, dass sich ein Trader in der Regel zu sicher fühlt und deswegen eine adäquate Risikodiversifikation vernachlässigt. Typische Trader-Depot von Privatanlegern umfassen normalerweise 20 Aktien oder weniger. Das ist aber außerordentlich gefährlich.

Ein zweiter Irrtum besteht darin zu glauben, man könne die Kursbewegungen vorhersagen. Beispielsweise war die Mehrheit der Anleger 2025 extrem pessimistisch, als Trump seine Schutzzölle verkündete. Immerhin fiel die Börse um bis zu 20%. Wer hier aber mit der Herde gegangen ist, musste es schwer bereuen. In sehr kurzer Zeit erholten sich die Kurse wieder. Und nicht nur das, sie erklommen einen Höchststand nach dem anderen,

Überhaupt ist von Timing-Versuchen abzuraten. Es gibt keinen „guten“ Einstiegskurs und auch keinen „guten“ Ausstiegskurs. Bzw. man kann so etwas nur im Nachhinein erkennen. Ob heute für die Aktie X ein guter Einstiegszeitpunkt ist, weiß ich trefflich in einem Jahr. Dann nämlich, wenn die Aktie bis dahin gestiegen ist. Da aber kein Mensch weiß, was in einem Jahr sein wird, kann ich heute auch nicht sagen, ob wir heute einen guten Einstiegszeitunkt haben oder nicht.

Es ist viel zielführender, eine solide Strategie mit ETFs umzusetzen. Hier hat man eine gute Risikostreuung und insbesondere mit der Anlagestrategie des Rebalancing kann man sich gute Renditen erhoffen (wie auch die Vergangenheit hervorragend gezeigt hat).

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