US-Dollar-BanknoteHeutzutage sind wir daran gewöhnt, dass Geldscheine von entsprechenden nationalen Notenbanken gedruckt werden. Interessant ist, dass die amerikanische Notenbank Fed erst 1913 gegründet wurde.

Da stellt sich natürlich die Frage: Wer hat denn dann vorher US-Banknoten herausgegeben?

Weiterlesen

Meine These ist, dass der wichtigste Mehrwert, den eine professionelle Vermögensverwaltung bzw. ein Asset Management leistet, im Risikomanagement besteht. Ein guter Vermögensverwalter ist erstens Kostenreduzierer und zweitens Risikomanager.

In diesem Zusammenhang sind spektakuläre Finanzdesaster sehr interessant, die auf mangelhaftes Risikomanagement bzw. mangelhaftes Risiko-Cotnrolling zurückgehen.Auch die aktuelle Krise hat ja sicherlich etwas damit zu tun, dass Leute Risiken falsch eingeschätzt haben.

In diesem Weblog werde ich daher ein paar historische Finanzdesaster erörtern. Das ist einerseits, denke ich, spannend zu lesen und anderseits (hoffentlich) lehrreich. Den Anfang mache ich mit dem Fall der französischen Bank Crédit Lyonnais von 1988 bis 1994. Diese Bank schaffte es unter der Führung von Jean-Yves Haberer tatsächlich in 6 Jahren einen Verlust von schätzungsweise 53 Mrd USD anzusammeln…

Weiterlesen

Ich habe inzwischen das Buch von Hans-Olaf Henkel „Die Abwracker“ fertiggelesen. Henkel hat bewusst aus einer sehr subjektiven, persönlichen Warte heraus geschrieben ohne jeglichen Anspruch auf Objektivität. Dieser Stil ist zum Teil erfrischend, ich muss aber gestehen, dass mir das Buch zum Ende hin immer weniger gefallen hat.

In jedem Fall finde ich vieles sehr bemerkenswert, was Henkel zum Thema „Finanzkrise in Deutschland “ geschrieben hat. Seine persönliche Sicht darauf rührt vor allem daher, dass er bis März 2004 im Aufsichtsrat der IKB saß …

Weiterlesen

Ich habe eben das Buch von Michael North „Kleine Geschichte des Geldes“ gelesen und sitze eben über ein Buch des Historikers Tom Holland „Millenium“. Letzteres beschreibt das Europa um die Zeit 1000 n.Chr.

Besonders interessant fand ich, was in beiden Büchern über die Münz- bzw. Geldpolitik Englands stand…

Weiterlesen

Der 15. August 1971 markiert das Ende des Währungssystems Bretton Woods und damit auch das Ende des sogenannten Goldstandards. Bis dahin sollten der US-Dollar und die europäischen Währungen an dem Edelmetall Gold gekoppelt sein.

Gerade angesichts der aktuellen Krise gibt es ein paar Stimmen, die diese Abkehr vom Goldstandard mit verantwortlich machen für unseren heutigen Probleme. In diesem Zusammenhang kann man dann auch solche Dinge hören oder lesen wie: „Gold war schon immer ein Zahlungsmittel“.

Zu diesem Thema habe ich schon einmal in dem Beitrag  „Gold war nicht immer ‚die‘ Währung“ geschrieben. Nachfolgend noch ein paar historische Tatsachen zum Goldstandard…

Weiterlesen

Irgendjemand sagte einmal: „Prognosen sind dann besonders schwierig, wenn sie sich auf die Zukunft beziehen.“  So lustig dieser Satz ist, so seltsam ist es, dass eine große Mehrheit der Anleger einfach nicht von Kapitalmarktprognosen lassen kann.

Manche Zusammenhänge scheinen auch mehr als offensichtlich zu sein. Nehmen wir Öl als Beispiel. Seit Jahren steigt tendenziell der Ölverbrauch, die Ölreserven sind begrenzt. ALSO ist es nur logisch, dass Öl knapp uns somitnoch teurer werden wird.

Dergleichen „logische“ Schlüsse gibt es zuhauf. Man muss nur den Wirtschaftsteil einer Zeitung aufschlagen, oder einen sogenannten „Kapitalmarkt-Experten“ in n-tv anhören, und man kann sich vor lauter Logik kaum retten.

Wer mich bzw. dieses Weblog kennt, weiß, dass ich keinen Pfifferlich auf derartige „Logik“ gebe. Ein sehr nettes Besipiel in diesem Zusammenhang stellt die Theorie des britischen Ökonomen Thomas Robert Mathus dar, die 1798 veröffentlicht wurde…

Weiterlesen

Es gibt einige Menschen, die zum Gold ein direkt ideologisches Verhältnis haben. Solche Leute behaupten dann solche Dinge wie: „Gold war schon immer das Zahlungsmittel schlechthin.“ Unterstrichen wird das manchmal durch die Behauptung: „Im alten Rom konnte man für eine Unze Gold eine Toga kaufen, vor 100 Jahren konnte man für eine Unze Gold einen guten Anzug kaufen, und der Gegenwert eines Anzugs heute entpspricht auch in etwa dem Wert einer Unze Gold.“

Leider versäumen es solche Leute, ins Geschichtsbuch zu schauen. Im europäischen Mittelalter war Gold beispielsweise die meiste Zeit alles andere als eine gängige Währung …

Weiterlesen

Ich höre manchmal solche Sätze wie: „Gold war schon immer ein Zahlungsmittel“ oder „Schon immer konnte man sich für eine Unze Gold einen Anzug bzw. früher eben eine Toga kaufen.“ Bei solchen Aussagen habe ich immer das komische Gefühl, dass die betreffende Person noch nie in ein Geschichtsbuch zum Thema Geld geschaut hat.

Wenn man das nämlich tut, dann kann man zu sehr überraschenden Erkenntnissen gelangen…

Weiterlesen

Habe ich eben im Handelsblatt gefunden: Soros will Milliardensummen in den Klimaschutz investieren. Der legändere Hedgefdonds-Manager (des Quantum-Fonds) engagiert sich bereits seit langem für gemeinnützige Zwecke: nämlich seit den 1980er-Jahren unterstützte er Projekte, die in Osteuropa die Idee der offenen Gesellschaft fördern. Sehr empfehlenswert ist die Biografie von Robert Slater.

Über die Anlagestrategie von George Soros habe ich bereits in einem Beitrag geschrieben. Link dorthin.

Ich habe einen Report vom WDR entdeckt, der wohl im Februar 2008 ausgestrahlt worden ist, also noch bevor es richtig nach unten ging. Ein solcher Report ist schon direkt ein Zeitdokument:

  • Eine Bankberaterin, die optimistisch für Aktien ist (Januar 2008).
  • Eine Fondsmanagerin, die glaubt, Frauen sind deswegen besser bei der Auswahl von Aktien, weil sie dabei emotionaler vorgehen.
  • Ein Börsenmakler, der schwarz sieht und damit, wie wir heute wissen, richtig lag (allerdings dann für 2009 auch noch schwarz sah, wo er, wie wir auch heute wissen, falsch lag)
  • Eine Imbissbudenbesitzerin, die weiß, dass die Börse gut oder schlecht ist, je nach Mondphasen.

Weiterlesen