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Das Unbewusste beeinflusst Anlageentscheidungen stärker als wir glauben

Wir interessierte Anleger glauben, uns aufgrund rationaler Gründe für oder gegen eine Investition zu entscheiden.  Manche beschäftigen sich sehr intensiv mit dem Thema und lesen Finanzzeitschriften, den Wirtschaftsteil ihrer  Tageszeitungen oder ähnliches. Andere wissen vielleicht nicht genau, warum sie sich plötzlich für Gold, Wasser oder die BRIC-Staaten interessieren, halten diese Themen jedoch für lukrative Anlageideen.

Untergründige Beeinflusstungen spielen dabei eine viel größere Rolle, als die meisten von uns zuzugeben bereit wären. Das zeigt unter anderem ein Experiment des Psychologen Henning Plessner…

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Behavioral Finance und Neuro-Ökonomie

Viele Anleger, Profis wie Privatanleger, meinen, bei ihren Anlageentscheidungen rational vorzugehen. Dabei stolpern fast alle über naturgegebene Fallstricke – und merken es sehr häufig noch nicht einmal. 

Man merkt es nur dann irgendwann einmal, wenn etwas bei der Geldanlage -wieder einmal- fundamental falsch gelaufen ist, man aber sich nicht genau erklären kann, wie man genau zu der im Nachhinein irrationalen Anlageentscheidung gekommen ist.

Genau damit beschäftigen sich die neueren wissenschaftlichen Disziplinen der Behavioral Finance und Neuro-Ökonomie. Nachfolgend zwei Zitate dazu …

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Shillers Rückkoppelung lässt grüßen

Im Handelsblatt gefunden: „Panikartige Käufe in Frankfurt „. Einige deutsche Großkonzerne, darunter Siemens und BASF, legten heute enttäuschende Zahlen vor. Dennoch erklommen die europäischen Börsen heute ihre bisherigen Jahreshochs.

Wieder einmal so ein Paradoxon, dass Kurse steigen trotz schlechter oder eher mäßiger Unternehmensnachrichten. Daher mein Credo: Mit Logik ist man bei der Böre verloren. 

Warum steigen dann die Kurse? Die wahrscheinlichste Antwort lautet: Die Leute kaufen Aktien, weil die Aktienkurse die Tage und Wochen zuvor bereits gestiegen sind. Das sind genau die Rückkoppelungseffekte, von denen Robert Shiller in seinem Buch „Irrationaler Überschwang“ spricht. Ich habe darüber schon einmal in meinem Beitrag „Was Börsenkurse bewegt“ geschrieben.

Was bewegt die Börsenkurse?

j0200543Ich habe eben Robert J. Shillers Buch „Irrationaler Überschwang“ zu Ende gelesen. Ein wirklich hervorragendes Buch. Er hat es im Jahre 2000 veröffentlicht, damals unter dem Eindruck des Internet-Börsenbooms.

Bemerkenswert ist, dass man seine Thesen, wie ich meine, exakt auch auf die heutige Situation anwenden kann, nur mit umgekehrten Vorzeichen …

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Keynes empfiehlt, gegen den Strom zu schwimmen

42-15559603John Maynard Keynes lebte von 1883 und 1946 und war einer der bedeutendsten Wirtschaftstheoretiker des zwanzigsten Jahrhunderts. Neben seinen theoretischen Überlegungen betätigte er sich auch aktiv als Kapitalanleger. Zu diesem Thema lieferte er eine Reihe netter Zitate. Eines davon ist folgendes: …

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Das, was nicht ist, interessiert mehr als das, was ist

j0434835Ich habe einen Neffen, der vier Jahre alt ist. Und wie viele Jungs in seinem Alter liebt er Autos. Deswegen habe ich ihm vor sechs Wochen ein Spielzeugauto geschenkt. In der Schachtel war neben dem Auto auch noch ein kleiner Katalog weiterer Spielzeugautos derselben Firma.

Erst vor ein paar Tagen habe ich ihn wieder gesehen. Und da war ich doch überrascht …

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Bankenkrisen gab es auch schon früher

Ich lese gerade das Buch „Der Schwarze Schwan“ von Nassim Taleb, das im Jahr 2007 veröffentlicht wurde. Also noch bevor die aktuelle Bankenkrise eskalierte.  Angesichts dieser Krise finde ich zwei Passagen daraus bemerkenswert (S. 64/65): …

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