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Heike Faller: Wie ich einmal versuchte, reich zu werden.

j0439488Ich habe eben das Buch der Journalistin Heike Faller gelesen: „Wie ich versuchte reich zu werden – Mein Jahr unter Spekulanten.“ Ich finde das Buch sehr gut, spannend und kurzweilig geschrieben. Teilweise fiel es mir schwer, das Lesen zu unterbrechen. 

Die Journalistin Heike Faller beschließt Anfang 2008, sozusagen im Selbstversuch, ein Jahr lang zu spekulieren, zu zocken, sich der kapitalistischen Gier hinzugeben, was das Zeug hält.  Erklärtes Ziel: in 12 Monaten das Anfangskapital von 10.000 Euro zu verdoppeln.

Dieser Zeitraum vom April 2008 bis April 2009 fällt zufälligerweise genau in die heiße Phase der Finanzkrise. Fallers Lernkurve in dieser Zeit ist extrem steil. Und das macht das Buch so interessant. Denn sie beginnt mit (aus meiner Sicht) sehr naiven Vorstellungen und endet mit vernünftigen und soliden Erkenntnissen. Ich kenne Menschen, die ein halbes Leben gebraucht haben, um zu denselben Einsichten zu kommen.

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Rückschaufehler (hindsight bias)

Ein gutes Zitat aus Jason Zweigs Buch „Gier“ zum Thema Rückschaufehler oder englisch hindsight bias):

„Heutzutage scheint es, als hätten Sie ein Vermögen machen können, wenn Sie in den frühen 80er-Jahren ihr gesamtes Geld zum Beispiel in Computeraktien investiert hätte. Aber der Rückschaufehler macht Sie blind für die Tatsachen. Damals, zu Beginn des PC-Zeitalters, hätten Sie keine Microsoft-Aktien kaufen können;… Die Technologiesuperstars waren damals Unternehmen wie Burroughs, Commodore International, Computervision, Cray Research, Digital Equipment, Prime Computer, Tandy und Wang Laboratories.

… So gut wie alle frühen Stars… sind inzwischen, einer nach dem anderen, erloschen. Fast alle Anleger, die in diese Aktien investiert hatte, verloren ihr Geld. Betrachtet man Microsoft und Apple, scheint es rückblickend völlig klar, dass jeder den Gewinner in ihnen hätte er-kennen können. Aber damals war keineswegs zu erkennen, welche Unternehmen das Rennen gewinnen würden… Darum ist es wichtig zu diversifizieren.“

Der Rückschaufehler ist einer der typischen Stolpersteine, die uns dazu verleiten, Vermögen einseitig zu strukturieren und die Risikostreuung (Diversifikation) zu vernachlässigen.

Hätte Michael Graeter diversifiziert, dann wären seine Taschen heute nicht leer

Am Freitag, den 29. Mai 2009, stand ein Interview „Reden wir über Geld mit Michael Graeter“ in der Süddeutschen Zeitung. Michael Graeter war Deutschlands bekanntester Klatschreporter. Bei Bild und Bunte verdiente er mehr als 35000 DM im Monat.  Er verdiente also sehr, sehr gut, so dass der SZ-Reporter fragt: 

SZ: Also, wo ist das ganze Geld hin, das Sie verdient haben?

Graeter: Was soll ich sagen, es ist weg. Ich habe es in meine Cafes und Kinos gesteckt.

SZ: Und scheiterten grandios…

Was hat Michael Graeter falsch gemacht? …

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Wie geht’s weiter mit China?

j0404527Seit dem Einbruch im Oktober 2008 bis heute haben sich chinesischen Aktien fast verdoppelt. In China hat der Staat ein Konjunkturprogramm in Höhe von 500 Mrd Euro aufgelegt. Kaum ein Land ist so entschlossen, mit gigantischen Mitteln die Wirtschaft wieder anzukurbeln.

Kein Wunder also, dass sich so mancher Anleger überlegt, jetzt in China zu investieren…

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Frau Dr. Karin Kneissl über Energie

CB012841Kaum ein Thema bewegt die Gemüter mehr als das Thema Energie. Heute (18.05.09) habe ich einen Vortrag von Frau Dr. Karin Kneissl besucht. Sie ist eine anerkannte Expertin, publiziert regelmäßig zu Energiefragen und hat das Buch „Der Energiepoker“ geschrieben.

Als Vermögensberater und Fondsmanager interessiert mich natürlich vor allem eine Frage: Wohin wird sich der Ölpreis entwickeln? …

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Wer nur isst, was er kennt, ernährt sich vielleicht zu einseitig

42-17371203Menschen haben ihre Vorlieben. Der Volksmund sagt: „Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht.“ Ebenso haben die meisten Privatanleger ihre Vorlieben und Neigungen der Geldanlage. Der eine schwört auf Immobilien, der andere legt all sein Geld in Aktien an, ein Dritter denkt wegen der aktuellen Krise darüber nach, einen Großteil seines Vermögens in Gold zu investieren.

Investiert wird regelmäßig in das, womit der Anleger entweder gute Erfahrungen gemacht hat oder von dem er glaubt, dass es eine große Zukunft vor sich hätte, oder eben in das, was er besonders gut zu kennen glaubt …

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