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David F. Swensen: ETF-Portfolio mit Rebalancing

David F. Swensen ist langjähriger und sehr erfolgreicher Vermögensverwalter des Yale-Stiftungsvermögens. Ich selbst habe Ende letzten Jahres einen Vortrag von ihm in Frankfurt besucht. Sehr empfehlenswert ist auch sein Buch „Erfolgreich Investieren: Strategien für Privatanleger„.

Manche Anleger möchten ihre Vermögensangelegenheiten komplett selbst in die Hand nehmen –  vollständig ohne Bank- oder Anlageberater. Immerhin haben diese Berater schon oft genug grandios versagt.

Nun bin ich ja selbst ein Anlageberater, der durch seine Finanz- und Anlageberatung sein Geld verdient. Dennoch bekenne ich offen und ehrlich, dass die Strategie, die David Swensen in seinem Buch beschreibt, hervorragend dazu geeignet ist, von einem Privatanleger ohne weitere Hilfe umgesetzt zu werden.  Die von Swensen propagierte Strategie ist ein ETF-Portfolio mit regelmäßigem Rebalancing.

Komplett auf einen Berater zu verzichten hat Vorteile, aber auch Nachteile. In einem ersten Beitrag beschreibe ich die ETF-Strategie, die Swensen propagiert. In einem nachfolgenden Artikel schreibe ich über die Vor- und Nachteile.

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Wie sicher sind ETFs?

Ein Leser dieses Weblogs hat mich auf folgenden FAZ-Artikel aufmerksam gemacht: „Indexfonds – längst nicht so sicher, wie versprochen“. In diesem Artikel wird darauf hingewiesen, dass es zwei Arten von ETFs gibt:

  1. Replizierende ETFs: Diese Fonds replizieren einen bestimmten Börsenindex, indem die entsprechenden Wertpapiere eins zu eins ins Fonds-Vermögen gekauft werden.
  2. Swap-basierte ETFs: Diese Fonds haben index-fremde Wertpapiere im Fonds-Vermögen, die Performance des Index wird aber mittels eines derivativen Finanzinstrumentes (eines sog. Swaps) sichergestellt.

Der Artikel sagt richtig, dass swap-basierte ETFs für Privatanleger nur sehr schwer verständlich sind. Und dass es hier ein sog. Emittentenrisiko gibt, d.h. wenn die Gegenpartei des Swaps zahlungsunfähig wird, könnte es hier möglicherweise Verluste für den Anleger geben.

Der oben genannte Leser stellt mir in diesem Zusammenhang folgende Fragen:

  • Betrifft diese Problematik auch Ihren ETF Strategy Fonds?
  • Gibt es überhaupt „echte“ ETFs?
  • Werden bei Ihrem Fonds auch „synthetische Konstruktionen“ genutzt um die verschiedenen Indizes abzubilden, die Ihre Dachfonds ETF enthält?

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Aktuelles vom Global Strategy-Fonds

In den letzten Wochen bis heute sind die Aktienmärkte wieder stark gestiegen. Dies hat dazu geführt, dass die Aktienquote im Global Strategy-Fonds gestiegen ist. Entsprechend der antizyklischen Anlagestrategie im Global Strategy-Fonds haben wir heute die Aktienquote wieder der Soll-Quote angepasst und Aktien-ETFs verkauft.

Die Soll-Quoten im Global Strategy-Fonds sind wie folgt:

  • 71% Aktien (weltweit)
  • 9% Rohstoffe
  • 20% Staatsanleihen.

Zum Einsatz kommen Aktien-ETFs, Rohstoff-ETFs und Staatsanleihen ETFs. Teure aktiv gemanagte Investmentfonds setzen wir nicht ein.

Die Anlagestrategie besteht in einem regelmäßigen Re-Balancing. Das heißt, wenn die Aktien steigen, wird der relative Aktienanteil im Fonds über die Soll-Quote von 71% steigen. In diesem Fall verkaufen wir Aktien-ETFs. Fallen umgekehrt die Aktien, dann müssen wir Aktien-ETFs nachkaufen. Auf diese Weise wird eine strikt antizyklische Anlagestrategie regelbasiert umgesetzt.

Diese Strategie des Re-Balancing wird in folgenden Büchern empfohlen:

David Swensen war über lange Zeit sehr erfolgreicher Vermögensverwalter des Yale-Stiftungsvermögens. Und Benjamin Graham gilt als Lehrmeister von Warren Buffet.