Neben der Future Business ist auch Prosavus betroffen

Am 21. Oktober (also vor der Großrazzia bei Infinus) hatte ich einen Beitrag geschrieben: „Nicht jeder Honorarberater ist wirklich unabhängig„. Darin schilderte ich, wie ein Kunde zu einem Honorarberater kam, der sich als „unabhängig“ und „neutral“ ausgab. Der Kunde war etwas überrascht, als er den Anlagevorschlag dieses Honorarberaters sah. Die Hälfte seines Vermögens empfahl er nämlich zu investieren in:

  1. Orderschuldverschreibungen der Future Business KGaA
  2. Namensschuldverschreibungen der Prosavus AG
  3. Orderschuldverschreibungen der ecoConsort AG.

Ein solcher Anlagevorschlag ist schon deswegen erstaunlich, weil diese drei Firmen eng miteinander verknüpft sind. Die Wahrscheinlichkeit hatte ich damals als hoch bewertet, dass, wenn die eine Firma zahlungsunfähig ist, die anderen Firmen auch insolvent sein werden.

Dem gegenüber behauptete der angeblich unabhängige Honorarberater, durch seinen Anlagevorschlag für eine außergewöhnlich gute Diversifikation gesorgt zu haben.

Nun wurde dieser Berater von der Wirklichkeit eingeholt. Laut einem Beitrag von DNN online ist jetzt neben der Future Business KGaA auch die Prosavus AG zahlungsunfähig: Siehe „Infinus: Gericht ordnet vorläufige Zahlungsunfähigkeit für Future Business und Prosavus an„.

Übrigens war der besagte Honorarberater gar nicht unabhängig, denn er war im entsprechenden BAFin-Register als gebundener Agent der Infinus AG gelistet.

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