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Finanzkrise Teil 6: Collaterized Debt Obligations (CDOs)

Eine Form der Verbriefung von amerikanischen Hypothekendarlehen stellen Mortgage-Backed Securities dar. Dieses Geschäft betreiben die halbstaatlichen Institutionen Fannae Mae, Freddie Mac und Ginnie Mae sehr erfolgreich und zuverlässig seit 70 Jahren. Wer MBS-Wertpapiere von diesen Instituten kaufte, wusste, was er hatte. Denn sie waren mit gewissen Qualitätssstandards verknüpft.

Amerikanische Investmentbanken hatten ein großes Interesse daran, eigene Mortgage-Backed Securities zu emittieren. Denn an dem Emissionsgeschäft lässt sich gut verdienen. Die Qualitätsstandards lagen dabei aber deutlich niedriger als bei den oben genannten halbstaatlichen Instituten.

Seit Ende der 1990er Jahre kam noch eine komplexere Form der Verbriefung hinzu, die es vorher nicht gab: die sogenannten Collaterized Debt Obligations (CDOs). Das Besondere an CDOs: Sie schaffen das Kunststück, aus einer Vielzahl schlechter Wertpapiere ein gutes zu machen(zumindest unter normalen Umständen, doch dazu später).

Warum erfanden Investmentbanken diese neue Art von Wertpapieren? Die Antwort ist denkbar einfach: Weil sie dabei wegen der Emissionsgebühren viel Geld verdienen konnten.

In Folge der Finanzkrise wurde sehr viel Unsinn zum Thema CDOs geschrieben und gesagt. Im folgenden erläutere ich (in hoffentlich verständlichen Worten) die Funktionsweise von CDOs anhand eines einfachen Beispiels.

Vorneweg: Die Mathematik, die hinter den CDOs steckt ist richtig. Und das Ganze klappt auch unter normalen Umständen. Sie funktionieren aber nicht in Krisenzeiten.

In meiner Bschreibung lehne ich mich an das Buch von Prof. Sinn“Kasino-Kapitalismus“ an [ab Seite 136]… Weiterlesen