Beiträge

Wie soll eine Anlageberatung aussehen?

Der Gesetzgeber hat je bestimmte Vorstellungen, wie eine Anlageberatung auszusehen hat. Was vielen Anlegern nicht klar ist, ist, dass das sehr unterschiedlich sein kann, je nachdem um welche Art von Geldanlage es sich handelt. Und das hat nicht einmal etwas damit zu tun, wie sicher oder wie riskant die betreffende Geldanlage ist.

Nehmen wir einmal an Herr A geht zu seinem Finanzberater X, weil er mit dem Gedanken spielt, sich an einem geschlossenen Immobilienfonds zu beteiligen. Herr B ghet zu seinem Finanzberater Y, weil er sich überlegt, eine Bundesanleihe zu kaufen. Nachfolgend stelle ich dar, wie unterschiedlich – nach den Vorstellungen des Gesetzgebers – die Beratung aussehen soll…

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Welchen Nutzen bringt Vermögensberatung? – Risikomanagement

Ich halte nichts, und zwar rein gar nichts, von Kapitalmarktprognosen. Das ist mitunter die sinnloseste Tätigkeit, die es überhaupt gibt. Es gibt auch massenhaft Belege dafür, dass auch sogenannte Finanzmarkt-Experten keine höheren Trefferquoten haben – sagen wir im Vergleich zu Laien oder zum Zufall.

Sehr bemerkenswert in diesem Zusammenhang ist eine Studie von Prof. Törngren aus Schweden „Worse than chance“ (zu deutsch „Schlechter als der Zufall“). In einem Experiment hatten die „Experten“ eine Trefferquote von etwas über 40 Prozent. Würde man alleine aufgrund eines Münzwurfes Anlageentscheidungen treffen, darf man (langfristig) eine Trefferquote von 50 Prozent erwarten. Die angeblichen Experten haben also deutlich schlechter abgeschnitten als der Zufall.

Wenn das wirklich so ist, dass Experten auch nicht besser in die Zukunft schauen können als wir alle, dann stellt sich natürlich die Frage: Welchen Nutzen soll es überhaupt bringen, in Finanzfragen einen Experten zu konsultieren?

Eine Antwort habe ich in meinem letzten Beitrag gegeben, nämlich Kostenminimierung. Was eine gute Vermögensberatung, meiner Meinung nach, auch noch gewährleistet, ist ein gutes Risikomanagement …

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Wann lohnt sich Bausparen?

Jemandn nennen wir ihn Herrn A, kam letztens zu mir mit folgender Frage:

„Ich möchte in sieben Jahren ein Haus in einem Wert von etwa 300.000 Euro erwerben. Im Moment besitze ich etwa 85.000 Euro. Ferner kann ich monatlich jährlich 1000 Euro anlegen. Welche Anlagestrategie empfehlen Sie mir?“

Nahfolgend meine Antwort …

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… manchmal macht Schnellfahren einfach Spaß (Teil3)

CB011315Im Dezember 2007 waren einmal 43 Mio Euro im Lotto Jackpot. Das manager magazin online nahm dies zum Anlass, ein paar Vermögensverwalter danach zu befragen, wie sie eine solche hohe Summe anlegen würden (Link zum mm-Artikel). Auch ich wurde damals befragt…

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… und wer zu viel bremst, wenn er’s eilig hat, wird sein Ziel nicht erreichen (Teil2)…

CB017630Wie in meinem vorhergehenden Beitrag, ist die nachfolgende Geschichte frei erfunden, um eine typische Situation darzustellen.

Frau B. ist 35 Jahre alt, alleinstehend und hat angesichts der Finanzmarktkrise all ihr Geld auf ein Tagesgeldkonto geparkt. Sie hat in letzter Zeit immer wieder davon gehört, dass Gold geeignet sei, um Vermögen zu sichern. Auf ihrem Tagesgeldkonto befinden sich 60.000 Euro, außerdem spart sie 200 Euro im Monat in eine Lebensversicherung an, in die sie bereits 5 Jahre angespart hat.

Zunächst einmal erkläre ich Frau B., dass es sich bei Gold um ein reines Spekulationsgeschäft handelt und mit erheblichen Wertschwankungen verbunden ist, also für einen sicherheitsorientierten Anleger eigentlich ungeeignet ist.

Dann kommt aber die wichtige Frage, wie nämlich ihre Vermögenssituation zu optimieren ist…

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Unangeschnallt und ohne Airbag zu rasen ist unvernünftig (Teil1)…

Ich möchte im folgenden beispielhaft darstellen, wie mein Beratungsansatz ist. Das Folgende ist frei erfunden, gibt aber typische Fragestellungen wieder.

Herr S. ist 45 Jahre alt, verdient gut und kommt zu mir, um sich sein Wertpapierdepot im Wert von 370.000 Euro  von mir ansehen zu lassen. Er hat, wie so viele, in den letzten Monaten viel Geld verloren und ist sich jetzt unsicher, wie es weitergehen soll.

Er zeigt mir sein Depot, und er hat fast ausschließlich Aktienfonds….

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Vordergründig kostenlose Finanzberatung kommt Anlegern teuer zu stehen

Heute am 11. März 2009 standen zwei Artikel in der Süddeutschen Zeitung über die schlechte Qualität der Finanzberatung in Deutschland (Wirtschaftsteil Seite 17 und Seite 26). Dort wird zum Beispiel die Geschichte des Herrn H. erzählt:

„Er wollte 100 Prozent Sicherheit für sein Geld … Seit 30 Jahren ist er Kunde bei der örtlichten Raiffeisenbank, seit Jahren bei der gleichen Beraterin … Und nun? Nut hat Herr H. 40.000 Euro verloren.“

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