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George Soros, Griechenland und Reflexivität

Der legendäre Hedgefonds-Manager George Soros schrieb vor einiger Zeit ein Buch mit dem Titel „Alchemie der Finanzen“. Ein zentrales Thema darin war Soros Idee der „Reflexivität“. Gerade die Finanzmärte (aber nicht nur sie) würden sich, seiner Meinung nach, reflexiv verhalten.

Viele Leser seines Buches verstanden Soros nicht, waren vielmehr enttäuscht, weil Sie sich konkrete Hinweise erhofften für Soros‘ beispiellose Erfolgsstrategie. Was ihnen stattdessen vorgesetzt wurde war trockene philosophische Kost, die Soros als Schüler Karl Poppers auswies.

Was meinte George Soros mit seinem Begriff der „Reflexivität“?

Dafür gibt der aktuelle Fall Griechenland ein gutes Beispiel. Das Wort „reflexiv“ bedeutet ja zunächst ganz einfach „rückbezüglich“.

Die Finanzmärkte nahmen Griechenland als Kandidaten für eine etwaige Staatsinsolvenz wahr. Diese Wahrnehmung machte es Griechenland sehr schwer, sich neu zu refinanzieren. Das wiederum macht den Staatsbankrott wahrscheinlicher.

Das heißt: Wie die Finanzmärkte eine Sache wahrnehmen, hat Einfluss auf die Sache selbst. Das meinte Soros mit Reflexivität.

Weiterer Artikel von mir zu George Soros: Soros – seine Anlagestrategie

George Soros und Klimaschutz

Habe ich eben im Handelsblatt gefunden: Soros will Milliardensummen in den Klimaschutz investieren. Der legändere Hedgefdonds-Manager (des Quantum-Fonds) engagiert sich bereits seit langem für gemeinnützige Zwecke: nämlich seit den 1980er-Jahren unterstützte er Projekte, die in Osteuropa die Idee der offenen Gesellschaft fördern. Sehr empfehlenswert ist die Biografie von Robert Slater.

Über die Anlagestrategie von George Soros habe ich bereits in einem Beitrag geschrieben. Link dorthin.

George Soros – Seine Anlagestrategie

Ich lese gerade das Buch von Robert Slater über George Soros. Soros hat einen legendären Ruhm als Investor und Manager des Quantum-Hedgefonds. Seit 1969 erzielt dieser Fonds unglaubliche Gewinne.

Berühmt wurde George Soros vor allem durch seine Spekulation gegen das britische Pfund und die britische Notenbank. Am Ende schied das Pfund aus dem Europäischen Währungssystem aus und Soros verdiente beinahe 2 Milliarden USD. Manche glauben, dass die Ereignisse damals eine wichtige Weichenstellung dafür waren, dass die Briten heute nicht im Euro-Raum sind.

Das Buch von Slater hat viele interessante Aspekte. Ich beleuchte hier, soweit möglich, Soros‘ Anlagestrategie …

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