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Scheinheilige Investments

Eben gefunden und kurz notiert: Katholische Pax-Bank setzt auf Kondome und Waffen oder FAZ-Artikel oder SZ-Artikel. Ich selbst halte sehr viel von Ethik und Moral im Wirtschaftsleben. Und wer mich oder mein Weblog kennt, weiß, dass ich sehr skeptisch in Bezug auf viele Öko-, Nachhaltigkeits- oder Ethik-Fonds bin. Oft kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass es sich hier sehr häufig um eine raffinierte und für den Anleger teure Bauernfängerei handelt. Und wenn man dann genauer hinschaut, ist weniger Ethik drin als außen draufsteht.

Auch die Pax-Bank hat bisher damit geworben, ethisch korrekt anzulegen, hat es aber tatsächlich nicht getan.

Mein Fazit: Wie immer bei der Geldanlage darf man nicht dem Schein trauen, sondern muss genau hinsehen und prüfen.

Nachtrag: Ich habe einen Tag später, nachdem ich diesen Beitrag geschrieben habe, in der SZ gelesen, dass die PAX-Bank für ihren Faux-Pas um Entschuldigung gebeten hat und beteuert, künftig darauf zu achten, dass so etwas nicht mehr vorkommen wird. Das finde ich wieder um gut. Fehler passieren. Und wenn sich jemand glaubwürdig entschuldigt, denke ich, ist es nur fair, die Sache auf sich beruhen zu lassen.

Manchmal ist „Öko“ Anlagebetrug

Ich habe bereits in einem meiner früheren Blog-Beiträge geschrieben, dass der Begriff „Öko“ bei der Geldanlage mit sehr großer Vorsicht zu genießen ist (Link dorthin).  Dieser Begriff wird gerne dazu verwendet, um moralisch gesinnte Menschen hinters Licht zu führen und mit schlechten Anlageformen abzuzocken. Das ist sehr traurig. Passiert aber.

Deswegen sage ich: Man muss ganz besonders wachsam sein, wenn ein Anlageprodukt als „nachhaltig“, „ökologisch“ oder mit sonst einem hochtrabenden Namen tituliert wird.

Das zeigt insbesondere das nachfolgende Video…

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Nachhaltigkeitsfonds sammeln mehr Geld ein, als sie investieren können

Heute am 18.03.09 stand in der Süddeutschen Zeitung ein Artikel mit der Überschrift „Grünes Geld als Krisengewinner“ (S. 23). Die Unterüberschrift lautete: „Der Markt für nachhaltige Anlagen wächst. Doch nur ein Drittel der Firmen erfüllt die öko-sozialen Mindeststandards.“ Weiter heißt es:

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