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Wie Harry Markowitz sein persönliches Depot strukturiert hat

In einem meiner letzten Artikel (Link dorthin) habe ich unter anderem behauptet, dass es einen fundamentalem Unterschied zwischen dem Anliegen von Finanztheoretikern und dem Anliegen von Praktikern besteht. Finanztheoretiker möchten einen bestimmten Sachverhalt absrakt verstehen lernen. Und ein Mittel dazu ist, ein finanzmathematisches Modell aufzustellen. Ein solches Modell hat notwendigerweise vereinfachte Annahmen.

Der Praktiker hingegen ist mit den tatsächlichen Finanzmärkten beschäftigt, mit dem Auf und Ab an der Börse. Ihm geht es nicht so sehr um theoretischen Erkenntnisgewinn, sondern darum die beste Anlageentscheidung zu treffen.

Nun kommt es immer wieder einmal vor, dass der Praktiker auf die komplizierten mathematischen Formeln des Theoretikers zurückgreift, und meint hier ein Hilfsmittel für seine Belange zu haben. Nicht selten übersieht der Praktiker aber dabei, die genauen (vereinfachten) Annahmen zu überprüfen, die der Theoretiker bequemerweise gemacht hat. Dies wiederum führt sehr häufig dazu, dass die Theorie keine wirklich brauchbaren Ergebnisse in der Praxis bringt.

Ein Beispiel für diese Kollission von Theorie und Praxis ist die Markowitz-Optimierung. Dazu habe ich eben einen interessanten Abschnitt in Gerd Gigerenzers Buch „Bauchentscheidungen“ gelesen …

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