Beiträge

Finanztest und Geldanlage in Fonds

In der aktuellen Finanztest-Ausgabe 3/2010 stehen Artikel zu Investmentfonds und wie man sich eine Depot mit Fonds zusammenstellen sollte. Darin Vorschläge darin finde ich größtenteils gut, manches finde ich aber auch unglaublich naiv und fragwürdig…

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Manche raten zu Immobilien – und wissen nicht was sie tun

Ich hatte gestern ein Beratungsgespräch mit einem Unternehmer, der mir erlaubt hat anonymisiert über seinen Fall zu schreiben. Zitat: „Andere sollen aus meinen Fehlern lernen können.“ Nennen wir ihn Herrn A.

Herr A’s Geschäft lief Mitte der 1990er-Jahre nicht nur gut, sondern hervorragend. Sein Girokonto wuchs und wuchs, so dass er sich irgendwann fragte, wie dieses Geld am besten anzulegen sei. Ein Berater sagte ihm: „Das Beste, was Sie tun können, ist, in Immobilien zu investieren.“

Heute weiß er, dass das ein sehr schlechter Rat war…

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Prof. Shiller zur Immobilie als Geldanlage

Ich habe das Buch der amerikanischen Ökonomie-Porfessoren Robert J. Shiller und George Akerlof gelesen: „Animal Spirits – Wie Wirtschaft wirklich funktioniert„. Darin gibt es ein ganzes Kapitel zum Thema Immobilien als Geldanlage. Der Finanztest behauptet ja auf der Titelseite seiner akutellen Ausgabe: „Immobilien lohnen sich“. Vielleicht hätten die Finanztest-Journalisten zunächst einmal dieses Kapitel lesen sollen …

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Finanztest empört Betroffene

Ich habe heute morgen eine Dame beraten. Sie lebt in München und vor 10 Jahren wurde sie von einem „Vermögensberater“ dazu überredet, eine Eigentumswohnung in Ludwigsburg bei Stuttgart zu erwerben. Diese Investition musste sie zu einem großen Teil fremdfinanzieren. Für die Wohnung bezahlte sie damals 300.000 DM. Das sind ca. 153.000 Euro.

Jetzt läuft ihr Darlehen aus und die Bank will die Fremdfinanzierung nicht verlängern. Denn die Immobilie wird inzwischen auf einen Wert von etwa 80.000 Euro geschätzt. In ihrer Verzweiflung suchte sie mich auf, um sich Rat einzuholen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit werde ich ihr auch helfen können.

In unserem Gespräch heute zeigte ich ihr den aktuellen Finanztest, auf dem groß steht: „Immobilien lohnen sich“. Und fragte sie, was sie davon halten würde. Ihre Reaktion war blanke Empörung: „Wie kann eine Zeitschrift, der man als kleiner Anleger volles Vertrauen schenkt, solch einen Unsinn schreiben?!“

Ein befreundeter Honorarberater hat mir gestern Nachmittag auch folgendes erzählt. Ein Kunde von ihm wurde von einem provisions-orientierten Anlagevermittler angesprochen, um ihn zum Kauf einer fremdfinanzierten Wohnung in München zu überreden. Dieser Anlagevermittler berief sich dabei in dem Gespräch auf den aktuellen Finanztest. Der befreundete Honorarberater überprüfte das Angebot und war entsetzt.

Und ich bin entsetzt, dass ich bereits jetzt genau das miterleben muss, was ich befürchtet habe. Windige „Finanzberater“ werden den aktuellen Finanztest dazu benutzen, um Anleger in ihr Unglück zu stürzen. Eine solch angesehene Zeitschrift wie der Finanztest hat eine hohe Verantwortung und sollte mit allgemein formulierten, plakativen Aussagen sehr vorsichtig umgehen.

ARD-Report über Schrottimmobilien

Ich habe bereits mehrfach die aktuelle Ausgabe des Finanztest (September 09) kritisiert. Der Finanztest schreibt darin sehr plakativ:

  • „Immobilien lohnen sich“ (Titelseite)
  • „Wohneigentümer brauchen viel Durchhaltevermögen. Auf Dauer lohnt sich der Kauf aber fast immer.“ (S. 42)
  • „Ja, die Chancen, dass sich das Eigenheim auf Dauer rechnet, ist groß.“

Ich halte den Finanztest im Allgemeinen für eine sehr gute Zeitschrift, auch der Artikel auf den Seiten 46 bis 49 über Eigentumswohnungen zum Vermieten informiert differenziert. Dennoch, und das kritisiere ich am Finanztest, wird insgesamt suggeriert (vor allem durch den Titel und die oben zitierten allgemeinen Aussagaen), dass Immobilien insgesamt eine gute Anlageform darstellen.

Das Schlimme an solch allgemeinen Aussagen besteht darin, dass sie umgehend von dubiosen Vermögensberatern nutzbar gemacht werden können. Dort wird dann schnell so argumentiert: „Der Finanztest hat ja auch berechnet, dass es sich lohnt eine Immobilie zu kaufen.“ Und schneller als man denkt, hat man sich eine Schrottimmobilie angelacht, die mit Verlusten und viel Ärger verbunden ist. Ich denke, eine so renommierte Zeitschrift wie der Finanztest hat eine sehr hohe Verantwortung und sollte zurückhaltender mit plakativen Aussagen umgehen.

Nachfolgende ARD-Reportage zeigt, wie fatal und desaströs Immobilien-Investments sein können …
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Finanztest rät zu Immobilien – auch zu japanischen Immobilien?

Der Finanztest schreibt in seiner aktuellen Ausgabe vom September 2009 auf der Titelseite: „Immobilien lohnen sich“. Auch wenn der Finanztest in konkreten Artikeln durchaus differenzierter argumentiert, ist es – meiner Meinung nach – vom Finanztest nicht korrekt, seine Titelseite so plakativ zu gestalten. Viele Menschen vertrauen dem Finanztest und durch eine solch allgemein formulierte Behauptung besteht eine sehr große Gefahr, dass eine große Menge von Anlegern fehlgeleitet werden.

Wer sot etwas behauptet wie „Immobilien lohnen sich“ oder „Wohneigengümer brauchen viel Durchhaltevermögen. Auf Dauer lohnt sich der Kauf aber fast immer“, sollte an die Entwicklung des japanischen Immobilienmarktes erinnert werden:

Die Preise für Wohneigentum in den wichtigsten japanischen Städten fiel von 1991 bis 2006 real (d.h. nach Inflation) um 68%.

ARD-Video: Immobilienpreise stürzen ab

Der Finanztest schreibt in seiner aktuellen Ausgabe vom September 2009 auf der Titelseite: „Immobilien lohnen sich“. Dass das, so allgemein formuliert, sicher falsch ist, zeigt folgendes ARD-Video vom April 2009:
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Finanztest, Riester und Kosten

Albrecht Müller schreibt auf der NachDenkSeite kritisch über den Finanztest und die mit Riester-Versicherungsverträgen verbundenen extrem hohen Kosten: Link dorthin. Tatsächlich ein Beitrag, der zum Nachdenken anregt.

Auch ich lese regelmäßig den Finanztest und ich halte diese Zeitschrift im Großen und Ganzen für sehr gut. Hin und wieder muss ich mich jedoch  über – aus meiner Sicht – sehr schlechte Artikel darin verwundern. Ich habe auch schon zwei Mal einen Leserbrief an den Finanztest geschrieben, in denen ich auf sachliche Fehler in den Artikeln hingewiesen habe. Diese Leserbriefe blieben unveröffentlicht und unbeantwortet. Da ich ja jetzt dieses Weblog betreibe, stelle ich meine kritischen Bemerkungen zum Finanztest einfach ohne Umschweife online.

Siehe beispielsweise: „Finanztest checkt Fondsdepots„.