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Wer ist schuld an der Finanzkrise?

Ein Leser dieses Blogs hat mich auf einen SpiegelOnline-Artikel aufmerksam gemacht: „Hall of Shame der Finanzkrise„. Darin geht es um den 633 Seiten starken Abschlussbericht der US-Kommission zur Untersuchung der Finanzkrise (FCIC). Diese Kommission hat 700 Zeugen befragt und Unmengen an Dokumenten ausgewertet, um diejenigen auszumachen, die für die Finanzkrise mitverantwortlich sind.

Ich selbst habe vor einiger Zeit einen Erklärungsversuch für die Finanzkrise gegeben (Link dorthin), sowie eine zusammenfassende Chronologie der Ereigenisse (Link dorthin). Nachfolgend ein paar Bemerkungen zu dem SpiegelOnline-Artikel…

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Hans-Olaf Henkel über die Finanzkrise

Ich habe inzwischen das Buch von Hans-Olaf Henkel „Die Abwracker“ fertiggelesen. Henkel hat bewusst aus einer sehr subjektiven, persönlichen Warte heraus geschrieben ohne jeglichen Anspruch auf Objektivität. Dieser Stil ist zum Teil erfrischend, ich muss aber gestehen, dass mir das Buch zum Ende hin immer weniger gefallen hat.

In jedem Fall finde ich vieles sehr bemerkenswert, was Henkel zum Thema „Finanzkrise in Deutschland “ geschrieben hat. Seine persönliche Sicht darauf rührt vor allem daher, dass er bis März 2004 im Aufsichtsrat der IKB saß …

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Hans-Olaf Henkel zur Finanzkrise

Ich bin eben auf folgendes Video-Interview mit Hans-Olaf Henkel gestoßen. Er spricht hier, wie ich finde, sehr interessant über die Finanzkrise:

Versuch einer spieltheoretischen Erklärung der Finanzkrise

Man stelle sich folgende Situation vor:

Ein Professor hat ein Euro-Stück und lässt es unter seinen Studenten versteigern. Im Gegensatz zu einer normalen Versteigerung wird hier jedoch eine zusätzliche Regel eingeführt: Am Ende muss erstens der höchste Bieter bezahlen und bekommt dafür das Euro-Stück,und zweitens muss der zweithöchste Bieter auch bezahlen, ohne aber etwas zu bekommen.

Das erste Gebot liegt bei 10 Cent. Es liegt auf der Hand, dass das ein gutes Geschäft wäre einen Euro für 10 Cent zu ersteigern. Deswegen werden wahrscheinlich schnell 20 Cent geboten werden, was auch noch ein sehr gutes Geschäft wäre. Sehr schnell würden die Gebote nach oben gehen: 50 Cent, 70 Cent, 90 Cent, 1 Euro.

Wer einen Euro für einen Euro kauft, macht weder einen Gewinn noch einen Verlust. Das Problem jedoch ist: Derjenige, der zuletzt 90 Cent geboten hat (nennen wir ihn A), müsste verabredungsgemäß 90 Cent bezahlen, ohne jedoch etwas zu bekommen. Für A wäre es somit sinnvoll, höher zu bieten, also beispielsweise 1,10 Euro. So verliert er zwar 10 Cent. Würde er aber sein Gebot nicht erhöhehn, würde er sogar 90 Cent verlieren.

Derjenige jedoch (nennen wir ihn B), der zuletzt 1,00 Euro geboten hat, ist jetzt in derselben Situation wie B vorher. Wenn er sein Gebot nicht erhöht wird er 1 Euro bezahlen müssen, ohne irgendetwas zu bekommen. Also erhöht er sein Gebot auf 1,20 Euro. Damit verliert er zwar sicher 20 Cent, andererseits würde ihm der Ausstieg aus dem Spiel 1 Euro, also mehr, kosten.

Auf diese Weise werden  A und B ihre Gebote in immer absurdere Höhen treiben. Hat z.B. A zuletzt 9 Euro für das 1-Euro-Stück des  Professors geboten und würde es B mit seinem letzten Gebot von 8,90 Euro belassen, dann würde B  8,90 Euro verlieren. Also erhöht B auf 9,10 Euro. So verliert er zwar auch, aber eben „nur“ 8,10 Euro (=9,10 – 1,00 Euro). Und so weiter.

Was hat dieses spieltheoretische Problem mit der Finanzkrise zu tun?

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Risikomanager Otto Steinmetz im SZ-Interview

In der heutigen Süddeutschen Zeitung stand auf Seite 28 ein sehr interessantes Interview mit Otto Steinmetz. Otto Steinmetz war Risikcontroller bei der Deutschen Bank, später bei der Dresdner Bank.

Zur Zeit wird ja immer wieder nach einer stärkeren Überwachung und Regulierung der Banken gerufen…

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Analysen zur Finanzkrise

In der Süddeutschen Zeitung vom 4./5. Juli gibt es gleich zwei Highlights zum Thema Finanzkrise. Zunächst zwei Buchempfehlungen:

Beide Bücher habe ich mir umgehend bestellt.

Zweitens muss ich Marc Beise für seinen hervorragenden Artikel „Die Stunde der Vereinfacher“ gratulieren. Nachfolgend mehr dazu …

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Gold

CB067961Zu jeder Zeit gibt es Anlageformen, die gerade „in Mode“ gekommen sind. Vor knapp 10 Jahren waren das beispielsweise Internet-Aktien. Momentan ist Gold definitiv ein Mode-Investment . Denn wegen der Finanzkrise sind viele verunsichert und halten das glänzende Edelmetall für einen sicheren Hafen.  Ist es das wirklich?

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Erste Lehren aus der Finanzkrise

Nach der Bankenkrise in den 1930er Jahren zog man die Lehre, dass Einlagensicherungssysteme sinnvoll sind.

Auch jetzt kristallisieren sich bereits erste Lehren aus der aktuellen Finanzkrise heraus. Im Februar 2009 konnte man in der SZ Vorschläge von Prof. Martin Hellweg lesen, um künftig ähnliche Krisen zu vermeiden. Einer dieser Vorschläge scheint jetzt bereits umgesetzt zu werden …

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