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Viele Anlagebetrüger halten sich für unschuldig

Wenn es ums liebe Geld geht, sind in der Regel die halbseidenen Berater nicht weit. Manchmal ist tatsächlicher und vorsätzlicher Anlagebetrug, manchmal ist der Grenzverlauf zwischen schlechter Beratung und Betrug fließend. Sehr interessant in diesem Zusammenhang ist ja aktuell der Fall des Helmut Kiener. Wenn ich recht informiert bin, lehnt er es ab, ein Geständnis abzulegen, um auf diese Weise eine Straferleichterung zu erhalten. (siehe auch Artikel in der FTD)

Helmut Kiener scheint sich selbst als für unschuldig zu halten. Und das, obwohl man den Eindruck hat, dass in seinem Fall, die Sachlage mehr als eindeutig ist.

Tatsächlich scheint es ein oft zu beobachtendes Phänomen zu sein, dass Betrüger sich selbst für unschuldig halten …

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Achtung Betrug! Dubiose E-Mails

Ich erhalte in schöner Regelmäßigkeit E-Mails in etwa folgenden Inhalts. Ein Banker oder Beamter eines fremden Landes ist in Not und bittet um meine Hilfe. Die E-Mail ist zumeist in sehr schlechtem Deutschverfasst, manchmal sogar ganz in Englisch. Und es geht immer darum, dass irgendwo ein sehr, sehr großer Geldbetrag einfach so herumliegt. Herrenlos.

Und der gute Mann (oder die gute Frau) möchte mir ein grandioses Geschäft anbieten. Nämlich wie wir gemeinsam an dieses Geld herankommen können. Aus irgendwelchen Gründen kann er (oder sie) es nicht alleine machen, sondern benötigt meine Mithilfe. Am Ende hätten wir aber beide, so der nette Mensch, mehrere Millionen Euro mehr in der Tasche.

Wenn man solche e-mails erhält, ist es natürlich das Beste, überhaupt nicht darauf zu antworten.

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Anlagebetrüger verursachen Milliardenschäden

Ich habe eben einen Artikel aus der Financial Times Deutschland (FTD) gelesen „Vorsicht, Abzocker!“ Darin heißt es:

„Täglich finden Investmentbetrüger neue Opfer. Die pure Geldgier und das Gefühl, von ihren Banken abgezockt zu werden, treiben den kleinen Mann in die Arme der Verbrecher.“

Ich erlebe es als Vermögensberater alle paar Monate, dass jemand entweder einem Analgebetrüger bereits auf den Leim gegangen ist oder gerade dabei ist, auf diese Weise viel Geld zu verlieren…  Weiterlesen

Was kann man als Kiener-Geschädigter tun?

Viele Anleger sind geschockt und überrascht als vor ein paar Wochen der Dach-Hedgefondsmanager Helmut Kiener verhaftet wurde. Die Vorwürfe: schwerer Betrug und Untreue. Ich habe hier schon einmal darüber geschrieben.

Mit hoher Wahrscheinlichkeit entlarvt sich das System Kiener mit seinen verschiedenen Anlageprodukten rund um den K1-Fonds mit Sitz auf den Jungferninseln als groß angelegtes Schneeballsystem. Wenn das tatsächlich so ist, dann müssen die Anleger damit rechnen, entweder gar nichts oder nur einen Bruchteil wieder zurückzubekommen.

Für einen Betroffenen stellt sich natürlich die Frage, was er tun kann?

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Helmut Kiener

Seit etwa einer Woche sitzt Helmut Kiener in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft Würzburg wirft dem 50-Jährigen Betrug und Untreue vor. Man vermutet einen Schaden von mindestens 280 Eio USD. Wenn sich diese Vorwürfe erhärten, dann ist Helmut Kiener die unrühmliche deutsche Antwort auf Bernhard L. Madoff.

Nachfolgend die Geschichte seines Werdegangs …

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Manchmal ist „Öko“ Anlagebetrug

Ich habe bereits in einem meiner früheren Blog-Beiträge geschrieben, dass der Begriff „Öko“ bei der Geldanlage mit sehr großer Vorsicht zu genießen ist (Link dorthin).  Dieser Begriff wird gerne dazu verwendet, um moralisch gesinnte Menschen hinters Licht zu führen und mit schlechten Anlageformen abzuzocken. Das ist sehr traurig. Passiert aber.

Deswegen sage ich: Man muss ganz besonders wachsam sein, wenn ein Anlageprodukt als „nachhaltig“, „ökologisch“ oder mit sonst einem hochtrabenden Namen tituliert wird.

Das zeigt insbesondere das nachfolgende Video…

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Sir Allen Stanford wegen Betrugs verhaftet

Sir Allen Standford hat wohl über viele Jahre ein Schneeballsystem betrieben. In den USA wird er auch Mini-Madoff genannt, weil es bei ihm „nur“ um rung 50 Mrd USD geht.

Ich finde es vor allem erstaunlich, dass Leute immer wieder auf dieselbe Masche hereinfallen: ein wenig blenden, hohe Renditen versprechen und fertig ist das Schneeballsystem. Ich schätze mal, dass alle 6 Monate ein Kunde zu mir kommt und sagt: „Herr Dr. Peterreins, hier habe ich ein hoch interessantes Investment, was halten Sie davon?“

Ich schaue mir das Angebot an und in der Regel dauert es nicht länger als 5 Minuten und ich bin mir zu 95% sicher, dass es sich um ein Schneeballsystem handelt. Wenn ich das dann sage, ist die Reaktion der Leute sehr interessant. Sie glauben mir nämlich fast nie. „Ja, wie können Sie das sagen, nach so kurzer Zeit. Ich habe die Leute doch selbst kennengelernt und sie wirken sehr seriös.“

Als wenn man es einem Betrüger ansehen könnte, dass er ein Betrüger ist. Dann wäre jedenfalls mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit in seinem Metier nicht besonders erfolgreich.

Vielleicht sollte ich mir angewöhnen zu sagen. „Ich muss mir das Angebot in Ruhe ansehen“ und mich dann erst nach einer Woche melden, obwohl mir die Sache nach 60 Sekunden klar ist.

Schneeballsysteme gibt es mindestens seit den 1920er Jahren. Damals dreht der aus Italien eingewanderte US-Amerikaner Charles Ponzi ein großes betrügerisches Rad.

Und obwohl die Masche so uralt und ausgetreten ist, fallen jedes Jahr wieder dutzende Anleger darauf herein. Die Menschen scheinen nicht lernfähig zu sein.

Eine gute Zusammenfassung des Falles Sir Allen Stanford findet man hier: „Sir Allen Stanford hinter Gittern

Anlagebetrüger Madoff verurteilt

Vor ein paar Tagen wurde der Anlagebetrüger Madoff verurteilt. An Madoff bemerkenswert ist, welch großes Rad er gedreht hat, immerhin verwaltete er zum Schluss mehrere Milliarden USD. Zweitens aber ist es erstaunlich, dass er über fast 20 Jahr seinen Betrug durchziehen konnte.

Auf der anderen Seite habe ich selbst alle paar Monate mit Anlegern zu tun, die mir vermeintlich hoch attraktiven Anlagemöglichkeiten erzählen. Und nach einem meist sehr kurzen Blick, ist mir klar, dass es sich um Anlagebetrug handelt. Das Bemerkenswerte aber ist, dass ich fast jedes Mal dieselbe Erfahrung mache: Der Anleger glaubt mir nicht. Der Anleger ist in der Regel bereits so überzeugt, dass er nur sehr schwer davon abzubringen ist, sein Geld indubiose Hände zu geben. Häufig höre ich so etwas wie „ich habe Herrn X doch persönlich kennengelernt und er wirkt so seriös und sympathisch. Das kann ich mir einfach nich vorstellen, dass das ein Betrüger ist.“ Als wenn man es einem Menschen ansehen könnte, dass er etwas Böses im Schilde führt!!

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