Beiträge

Volker Looman über finanzielle Bildung und Finanzberatung

Dieses Wochenende habe ich einen Artikel in der FAZ von Volker Looman (Reutlingen) gelesen. Titel: „Die finanzielle Bildung in Deutschland ist ungenügend„. Darin schreibt Volker Looman:

„Geld mag für viele Menschen eine besondereWare sein, doch angesichts der notorischen Unlust, für finanzielle Bildung entsprechende Preise zu bezahlen, ist es ein Unding, von Banken, Bausparkassen, Investmentgesellschaften und Versicherern … besonderes Wohlverhalten zu verlangen. Die Unternehmen sind keine Samariter, sondern Firmen, die auf ihren eigenen Vorteil bedacht sind, und das ist im Handel oder in der Industrie kein Deut anders. Wer zu Aldi geht, darf nicht erwarten, zu Edeka geschickt zu werden …“

„… Die neutrale Vermögensberatung ist nur auf Honorarbasis und bei vollständiger Herausgabe aller Provisionenen möglich …“

Auch wenn ich ein großer Freund der Honorarberatung bin, so habe ich doch meine Zweifel, dass Honorarberatung für sich genommen schon ein Qualitätsmerkmal ist. Genausowenig ist provisionsorientierte Beratung immer und in jedem Fall schlecht. Ich finde die Schwarz-Weiß-Malerei hier nicht korrekt.

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Bei Investmentfonds gibt es zwei Arten der Beratung

Ich habe bereits in einem früheren Blog-Beitrag erläutert (Link dorthin), dass es zwei staatliche Erlaubnisse für Finanzdienstleistungen gibt:

  1. Die Erlaubnis nach § 34 c Gewerbeordnung (GewO)
  2. Die Erlaubnis nach § 32 Kreditwesengesetz (KWG)

Die wenigsten wissen, dass es hier überhaupt eine Unterscheidung gibt. Die meisten denken: Vermögensberater ist Vermögensberatrer. Punkt. Dem ist aber nicht so. Das zeigt sich unter anderem auch, und zwar in paradoxerweise, bei Investmentfonds.

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Wie soll eine Anlageberatung aussehen?

Der Gesetzgeber hat je bestimmte Vorstellungen, wie eine Anlageberatung auszusehen hat. Was vielen Anlegern nicht klar ist, ist, dass das sehr unterschiedlich sein kann, je nachdem um welche Art von Geldanlage es sich handelt. Und das hat nicht einmal etwas damit zu tun, wie sicher oder wie riskant die betreffende Geldanlage ist.

Nehmen wir einmal an Herr A geht zu seinem Finanzberater X, weil er mit dem Gedanken spielt, sich an einem geschlossenen Immobilienfonds zu beteiligen. Herr B ghet zu seinem Finanzberater Y, weil er sich überlegt, eine Bundesanleihe zu kaufen. Nachfolgend stelle ich dar, wie unterschiedlich – nach den Vorstellungen des Gesetzgebers – die Beratung aussehen soll…

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Ein guter Anlageberater ist vor allem Kostenminimierer und Risiko-Mananger

Finanz- und Vermögensberater haben zum Teil einen sehr schlechten Ruf. Ich erlebe es immer wieder, dass Menschen wie folgt antworten, wenn Sie danach gefragt werden, ob sie einen Vermögensberater haben: „Um Gottes willen, verschone mich mit diesen Finanzberatern. Als ich das letzte Mal auf so einen gehört habe, habe ich so und so viel Geld verloren.“

Im Finanztest vom Januar 2010 wurde das Ergebnis eines Tests von Bankberatern veröffentlicht. Das blamable Ergebnis: von 21 getesteten Bankberatern bekam nur einer die Note Gut. D.h. etwa 95 Prozent der Berater schnitten mittelmäßig bis schlecht ab.

Und genau so hoch ist auch meine persönliche (rein subjektive) Schätzung: Meiner Erfahrung nach ist Finanz- und Vermögensberatung in Deutschland zu 95 Prozent mittelmaäßig bis schlecht.

Nachfolgend gebe ich ein paar Hinweise, was – meiner Meinung nach – gute Vermögensberatung kennzeichnet:
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Beratungsprotokoll bei Anlageberatung ab Januar 2010

Kurz vor Beginn der Krise im September 2008 haben einige Anleger Lehman-Zertifikate erworben, die manche Bankberater als sichere Wertpapiere darstellten. Aufgrund der Lehman-Pleite  verloren diese Anleger viel Geld und sie fühlten sich eklatant falsch beraten.

Durch diesen Sachverhalt sah sich der Gesetzgeber in die Pflicht genommen, die gesetzlichen Regelungen zugunsten des Anlegers zu verbessern. Wesentlicher Punkt der gesetzlichen Neuregelung ist:

  • die Pflicht zur Protokollierung von Anlageberatungsgesprächen ab Januar 2010.

Nachfolgend erkläre ich, was sich für den Kunden ändert…

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Auswahlkriterien für gute Anlageberater

Im Handelsblatt gefunden: Woran Sie einen guten Berater erkennen. Darin wird einiges dazu gesagt, wie man einen guten Anlageberater erkennen kann. Unter anderem an folgendem:

  • Der Berater drängt nciht, sondern lässt dem Kunden Zeit.
  • Er prüft die Bedürfnisse des Kunden.
  • Er diversifiziert das Kundenvermögen.
  • Er macht keine zu großen Vesprechen.
  • Er klärt über Gebühren auf.

Ich denke, es ist auch wichtig, zunächst darzulegen, woran man einen guten Berater nicht erkennen kann. Außerdem würde ich (aus meiner 20-jährigen Praxis heruas) noch ein paar andere Akzente setzen …

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Video zum Sonntag: „Unabhängige“ Finanzberatung

Viele Finanzberater werben damit, dass sie „unabhängig“ beraten. Dieses Wörtchen „unbahängig“ bedeutet bei einigen nur, dass Sie quasi in eine Schublade mit Anlageprodukten verschiedener Anbieter greifen können.

Dem Kunden empfohlen aber wird dasjenige Produkt, bei dem der Berater entweder gut oder sogar sehr gut verdient. Kostengünstige Anlageformen oder solche, bei denen es gar keine Vermittlungsprovisionen gibt, werden  nicht empfohlen bzw. befinden sich erst gar nicht in dieser Schublade.

Ich wette, dass sich die meisten Anleger etwas anderes bei dem Wörtchen „unabhängig“ denken. Zu diesem Thema das aktuelle (humorvolle) Video zum Sonntag …

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Was macht gute Anlageberatung aus? (Teil 2)

42-17017148Heute (30.06.09) stand ein ausführlicher Artikel über den Bankberater-Test der Verbraucherschützer und ZDF-WISO in der Süddeutschen Zeitung. Darin wird der Verbraucherschützer Westphal mit folgenden Worten zitiert: „Viele Banken beraten auch nach der Finanzkrise noch nicht anlagederecht“. (Link zum SZ-Artikel, Link zum ZDF-WISO-Video)

Die Verbraucherschützer testeten 25 Bankberater, von denen 24 Berater die Note ungenügend bekamen. Wäre es eine repräsentative Erhebung, dann müsste man zu dem Schluss kommen, dass 96% der Bankberater schlecht sind (!!!).

Nachfolgend die gröbsten Fehler, sowie meine Vorschläge, wodurch sich ein guter Anlageberater unter anderem auszeichnen sollte …

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Was macht gute Anlageberatung aus? (Teil 1)

Das Handelsblatt berichtet, dass die Verbraucherzentralen die Bankberatung in Deutschland getestet haben (Link dorthin). Nur einer von 25 Bankberatern hätte demnach gut beraten. Die anderen waren im Wesentlichen Verkäufer dessen, was ihnen die Geschäftsleitung zum Verkaufen aufgetragen hat, vollkommen egal, ob das im Interesse des Kunden ist oder nicht.

Ich selbst arbeite gerade an einem Buchprojekt mit, worin es darum geht, was eine wirklich gute Anlageberatung ausmacht. Hier ein paar Gedanken dazu  …

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Wie weit man es mit guter Anlageberatung bringen kann

Hier das Video zum Sonntag. Mein Haus, mein Wagen, meine Frau. Oder wie weit man es mit guter Anlageberatung bringen kann …
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