Das neue Buch von Gerd Kommer: Kaufen oder Mieten?

Gerd Kommers Buch „Kaufen oder mieten?“ kommt absolut zum richtigen Zeitpunkt. In meiner Praxis als Anlageberater erlebe ich es seit etwa einem Jahr, dass in fast jedem Beratungsgespräch die Frage aufkommt, ob es nicht eine gute Idee wäre, eine Immobilie zu erwerben. Vielen erscheinen Immobilien in einer Zeit unsicherer Geldanlagen und befürchteter Hyperinflation als Hort der Sicherheit.

Flankiert wird dies durch solche Aussagen wie:

  • „Mit Betongold kann man eigentlich kein Geld verlieren. Immobilien sind eine sehr sichere Art der Geldanlage.“
  • „Wer in den 1970er-Jahren eine deutsche Immobilie erworben hat, kann auf stattliche Wertsteigerungen zurückblicken.“
  • „Wer Miete zahlt, schmeißt Geld zum Fenster hinaus. Wer hingegen sein Eigengheim abbezahlt, baut ein Vermögen auf.“
  • „Wer eine Immobilie in einer guten Lage kauft, kann eigentlich nichts falsch machen. Wertsteigerungen sind vorprogrammiert.“
  • „Immobilien schützen vor Inflation.“
  • „Wohnimmobilien sind zur Altersvorsorge geeignet, denn im Alter kann man dann mietfrei wohnen.“

Anhand konkreter Zahlen kann ich den Anlegern zumeist darlegen, dass diese Aussagen größtenteils so nicht stimmen. Sehr häufig komme ich mir aber dennoch wie auf einem verlorenen Posten vor. Denn die Meinungen über Immobilien sind so eingebrannt und werden in den Medien so gebetsmühlenartig und unreflektiert wiederholt, dass man manchmal mit rationalen Arguemten nicht weiterkommt.

Umso erfreulicher ist, dass Gerd Kommer in seinem Buch „Kaufen oder Mieten?“ ordentlich mit all diesen Immobilien-Mythen aufräumt.

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Liaquat Ahamed über den Goldstandard

Letztens habe ich eine Buchbesprechung des Buche  Die Herren des Geldes gelesen. Der Autor ist Liaquat Ahamed. Dieses Buch habe ich inzwischen auch gekauft, werde aber wohl erst demnäcsht dazu kommen, es zu lesen. Das Thema ist jedenfalls sehr interessenat. Es handelt von der Zeit zwischen 1920 und 1935 und den damaligen vier großen Zentralbankpräsidenten (Deutschland, Frankreich, Großbritannien und USA).

Dieses Wochenende habe ich nun ein Interview mit Liquat Ahamed in der FAZ gelesen …

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Buchempfehlung zum Thema Twitter

Ich habe eben das Buch von Stefan Berns und Dirk Henningsen „Der Twitter Faktor: Kommunikation auf den Punkt gebracht“ fertig gelesen. Ich interessiere mich schon des längeren für dieses Thema. Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der sich für Twitter interessiert und sich näher damit beschäftigen möchte. Nachfolgend mehr zum Buch…

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Viel zu viele schlechte Finanzbücher

j0090547Ich gratuliere Philipp Mattheis zu seinem hervorragenden SZ-Artikel „Warum es so viele schlechte Finanzbücher gibt„, Untertitel: „Selbst kurz vor Ausbruch der Krise behaupteten Autoren, die Immobilienblase werde nicht paltzen.“

Nachfolgend ein paar Zitate aus diesem Artikel, die ich für besonders lesenswert halte …

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Sich mit unendlicher Genauigkeit irren

CB016002Nassim N. Taleb schreibt in seinem Buch „Der Schwarze Schwan“ (S. 101):

„… An einem Tag im Dezember 2003, als Saddam Hussein gefasst worden war, verbreitete Bloomberg News um 13:01 Uhr die folgende Schlagzeile: US-STAATSANLEIHEN STEIGEN; ERGREIFUNG VON HUSSEIN WIRD DEN TERRORISMUS VIELLEICHT EINDÄMMEN.“

„Wenn sich der Markt bewegt, fühlen die Nachrichtenmedien sich immer verpflichtet, den ‚Grund‘ dafür zu nennen…“

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Frau Dr. Karin Kneissl über Energie

CB012841Kaum ein Thema bewegt die Gemüter mehr als das Thema Energie. Heute (18.05.09) habe ich einen Vortrag von Frau Dr. Karin Kneissl besucht. Sie ist eine anerkannte Expertin, publiziert regelmäßig zu Energiefragen und hat das Buch „Der Energiepoker“ geschrieben.

Als Vermögensberater und Fondsmanager interessiert mich natürlich vor allem eine Frage: Wohin wird sich der Ölpreis entwickeln? …

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Gold

CB067961Zu jeder Zeit gibt es Anlageformen, die gerade „in Mode“ gekommen sind. Vor knapp 10 Jahren waren das beispielsweise Internet-Aktien. Momentan ist Gold definitiv ein Mode-Investment . Denn wegen der Finanzkrise sind viele verunsichert und halten das glänzende Edelmetall für einen sicheren Hafen.  Ist es das wirklich?

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Aktuelles vom Global Strategy-Fonds

In den letzten Wochen bis heute sind die Aktienmärkte wieder stark gestiegen. Dies hat dazu geführt, dass die Aktienquote im Global Strategy-Fonds gestiegen ist. Entsprechend der antizyklischen Anlagestrategie im Global Strategy-Fonds haben wir heute die Aktienquote wieder der Soll-Quote angepasst und Aktien-ETFs verkauft.

Die Soll-Quoten im Global Strategy-Fonds sind wie folgt:

  • 71% Aktien (weltweit)
  • 9% Rohstoffe
  • 20% Staatsanleihen.

Zum Einsatz kommen Aktien-ETFs, Rohstoff-ETFs und Staatsanleihen ETFs. Teure aktiv gemanagte Investmentfonds setzen wir nicht ein.

Die Anlagestrategie besteht in einem regelmäßigen Re-Balancing. Das heißt, wenn die Aktien steigen, wird der relative Aktienanteil im Fonds über die Soll-Quote von 71% steigen. In diesem Fall verkaufen wir Aktien-ETFs. Fallen umgekehrt die Aktien, dann müssen wir Aktien-ETFs nachkaufen. Auf diese Weise wird eine strikt antizyklische Anlagestrategie regelbasiert umgesetzt.

Diese Strategie des Re-Balancing wird in folgenden Büchern empfohlen:

David Swensen war über lange Zeit sehr erfolgreicher Vermögensverwalter des Yale-Stiftungsvermögens. Und Benjamin Graham gilt als Lehrmeister von Warren Buffet.

Viele absurde Theorien zum Gold

Derzeit finden viele Theorien Anklang, die die große Mehrheit noch vor eineinhalb Jahren für absurde Spinnerei abgetan hätte. Ein Beispiel dafür ist Gold. Einige selbsternannte Experten behaupten, dass ein Teil unseres Problems heute darin besteht, dass wir seit den 1970er Jahren den sogenannten Goldstandard abgeschafft haben. Damit ist gemeint, dass früher der Wert einer Währung durch Goldreserven gedeckt war, die die Zentralbank hielt.

Nachfolgend ein paar kritische Gedanken dazu…

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Bankenkrisen gab es auch schon früher

Ich lese gerade das Buch „Der Schwarze Schwan“ von Nassim Taleb, das im Jahr 2007 veröffentlicht wurde. Also noch bevor die aktuelle Bankenkrise eskalierte.  Angesichts dieser Krise finde ich zwei Passagen daraus bemerkenswert (S. 64/65): …

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