Im Zusammenhang mit der Finanzkrise habe ich bereits einige Theman aufgegriffen und diskutiert. Mein Bestreben dabei ist, zu verstehen, was hier tatsächlich gelaufen ist. In den Medien und in manchen Büchern wird der Hergang oftmals sehr bruchstückhaft, wenn nicht falsch dargestellt. Insbesondere werden häufig amerikanische Mortgage-Backed Securities und Collaterized Debt Obligations nicht verstanden. Schnell kommt man dann zu solchen Urteilen wie „Die Banken haben gezockt“. 

In meinen bisherigen Beiträgen beleuchtet ich die Tatsache, dass US-Hypotheken regressfrei sind, sowie die Bedeutung bestimmter Bilanzierungsregeln sowie der extrem niedrigen Eigenkapitalquoten für die Finanzkrise.

Manche Autoren sind auch sehr schnell damit, bestimmte Maßnahmen zu empfehlen, ohne sich die Mühe gemacht zu haben, genau zu verstehen, wie es zu der Krise kam. Ein Beispiel hierfür ist Bofingers Buch „Ist der Markt noch zu retten?“

Um die Hintergründe zur Finanzkrise zumindest ein wenig besser zu verstehen, stelle ich nachfolgend einige Daten und Fakten zum Verlauf der Finanzkrise dar. Dabei beziehe ich mich u.a. auf Prof. Sinns Buch Prof. Sinn „Kasino-Kapitalismus  [S. 323 ff.] …
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j0200543Ich habe eben Robert J. Shillers Buch „Irrationaler Überschwang“ zu Ende gelesen. Ein wirklich hervorragendes Buch. Er hat es im Jahre 2000 veröffentlicht, damals unter dem Eindruck des Internet-Börsenbooms.

Bemerkenswert ist, dass man seine Thesen, wie ich meine, exakt auch auf die heutige Situation anwenden kann, nur mit umgekehrten Vorzeichen …

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In meinem letzten Beitrag sagte ich, dass es eine schlechte Idee ist, Fonds nach ihrer vergangenen Rendite auszuwählen (Link dorthin). Irgendwo habe ich auch einmal folgendes gelesen (ich erinnere mich im Moment nur nicht mehr genau wo): „Eine der sichersten Weisen, viel Geld zu verlieren besteht darin, auf einen Manager zu setzen, der ein paar Mal hintereinander Glück hatte.“

Ein Beispiel hierfür ist John Meriwether. Der gefeierte Top-Fondsmanager steht jetzt vor dem Aus. So berichtet jedenfalls das Handelsblatt(„Der entthornte ‚König des Leverage‘„) und die Süddeutsche Zeitung („Blamage für LTCM-Fondsmanager„).

Hier die Geschichte …

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In der heutigen Süddeutschen steht ein sehr spannendes Protokoll der Krisentage von Ende September 2008: Die Nacht, in der es um Deutschlands Banken ging. Dieser Artikel hat mir den Anlass gegeben, nachfolgend den Verlauf der Finanzkrise kurz und prägnant – und aus Sicht eines Kapitalanlegers – darzustellen …

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j0435725Ich habe mich am Sonntag Nachmittag mit Freunden getroffen. Einer davon ist Ivo,  ein bosnischer Kroate, der während des Bosnien-Krieges in den 1990er-Jahren mitten im Krisengebiet lebte.

Eher zufällig kam das Gespräch heute auf das Thema Gold. Ich fand es sehr interessant, was mein kroatischer Freund dazu sagte …

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CB067961Zu jeder Zeit gibt es Anlageformen, die gerade „in Mode“ gekommen sind. Vor knapp 10 Jahren waren das beispielsweise Internet-Aktien. Momentan ist Gold definitiv ein Mode-Investment . Denn wegen der Finanzkrise sind viele verunsichert und halten das glänzende Edelmetall für einen sicheren Hafen.  Ist es das wirklich?

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Nach der Bankenkrise in den 1930er Jahren zog man die Lehre, dass Einlagensicherungssysteme sinnvoll sind.

Auch jetzt kristallisieren sich bereits erste Lehren aus der aktuellen Finanzkrise heraus. Im Februar 2009 konnte man in der SZ Vorschläge von Prof. Martin Hellweg lesen, um künftig ähnliche Krisen zu vermeiden. Einer dieser Vorschläge scheint jetzt bereits umgesetzt zu werden …

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Herr L. braucht dringend einen Kredit über 100.000 Euro, bisher wollte ihn aber keine Bank. Da stolpert er über ein Angebot, das ihm sehr attraktiv erscheint. Von einer Schweizer Firma kann er die 100.000 Euro bekommen zu einem Zinssatz von knapp 3%. Die Laufzeit beträgt 10 Jahre und die Schweizer Herren scheinen seriös.

Einziger Haken: Um das Darlehen ausgezahlt zu bekommen, muss er zunächst selbst 20.000 Euro auf ein Schweizer Konto des Darlehensgebers überweisen.

Was ist davon zu halten?

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In vielen meiner Beratungsgesprächen, die ich aktuell führe, sprechen Anleger davon, dass sie Angst vor einer Hyperinflation haben. Vielleicht ist diese Angst auch berechtigt, Fakt jedoch ist, dass wir derzeit eher das gegenteilige Problem haben: Die Gefahr einer Deflation…

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Der Kommentar von Herrn Broska zu meinem gestrigen Beitrag hat mich zu nachfolgenden Zeilen veranlasst.

In der Süddeutschen Zeitung vom 8./9. November 2008 stand auf Seite 32 ein Artikel mit der Überschrift „Gewinne mit gutem Gewissen“.
Hier einige Ausschnitte daraus:

„…Heute gehört die Mikrofinanzierung zum verbreiteten Mittel zur Armutsbekämpfung in den Ländern der dritten Welt, wo wegen fehlender Sicherheiten gerade ärmere Bevölkerungsschichten der Zugang zu Krediten verwehrt bleibt. … Trotz der vermeintlich schlechten Bonität und happigen Zinsen von mindestens 20 Prozent fällt nur jeder fünfzigste Schuldner aus… Mikrofinanz-Fonds bieten nicht nur Chancen auf Gewinne, sondern bergen auch einen emotionalen Faktor.“

Mikrofinanz-Fonds werden also gelobt, weil man einerseits mit ihnen gute Gewinne erzielen kann, andererseits arme Bevölkerungsschichten unterstützt. So schön das auch sein mag, klingt das nicht irgendwie wohlbekannt? Wurde die aktuelle Krise nicht durch sogenannte „subprime“-Kredite ausgelöst?

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