Auf dem Weblog Der Privatanleger wurde die Frage diskutiert, ob eine negative Korrelation unbedingt erstrebenswert ist. Man hört ja immer wieder solche Dinge wie beispielsweise „Wertpapiere mit gegenläufiger Korrelation verringern das Gesamtrisiko des Portfolio“. Spätestens seit Harry Markowitz wissen wir, wie man durch Diversifikation das Risiko eines Portfolios mindern kann. Und wie wichtig dabei die sogenannten Korrelationen zwischen den Wertpapieren untereinander sind. Das ist eine Zahl zwischen -1 und +1.

Denn kombiniert man solche Wertpapiere, deren Korrelation nahe +1 ist, so ist der Diversifikationseffekt so gut wie Null. Eine gute, risikomindernde Diversifikation erhält man also nur dann, wenn solche Wertpapiere zusammenstellt, deren Korrelation echt kleiner als 1 ist. Also, so könnte man meinen, hat man die beste Diversifikation dann, wenn die Korrelation bei -1 liegt.

Ein klein wenig hat Der Privatanleger in diese Richtung argumentiert. Ich hingegen meine, dass eine Korrelation von zwischen -0,9 und -1,0 nicht erstrebenswert ist und man die besten Diversifikationseffekte bei einer Korrelation im Bereich -0,5 und +0,5 hat.

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Ich habe vor ein paar Tagen einen Artikel zum Thema Kapitallebensversicherungen geschrieben (Siehe hier). Der Leser Neumann hat mir zu diesem Artikel folgenden Kommentar geschrieben:

„Hier werden Äpfel mit Birnen verglichen, da der Versicherungsschutz schlicht und einfach ignoriert wurde. Dieser kann beispielsweise 200.000 EUR betragen haben. Dafür fallen natürlich Kosten an, der ‚Ertrag‘ ist im Falle eines Falles aber enorm hoch.

Ehrlicherweise müssten reine Rentenversicherungen (ohne Schutz für die Hinterbliebenen, ohne Berufsunfähigkeitsschutz) mit anderen Sparformen verglichen werden. Dann kann man nach Steuern sinnvolle Vergleich anstellen.“

Ich bedanke mich herzlich für diesen Kommentar und antworte mit nachfolgendem Betirag…

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In diesem Video-Podcast spreche ich über folgende Themen:

  • Wie beurteilt man ein Wertpapierdepot?
  • Anlageziele
  • Risikostreuung /Diversifikation
  • die große Bedeutung von Gebühren und Kosten für den langfristigen Anlageerfolg

Seit 1998 biete ich eine Vermögensverwaltung und BAfin-lizenzierter Vermögensverwaltung in München an.

Ich habe in einem meiner letzten Beiträge angekündigt, über Honorarmodelle in der Finanzberatung zu schreiben (Siehe hier). Nachdem ich noch einmal darüber nachgedacht habe, finde ich es interessant, zunächst einmal etwas über das Provisionsmodell allgemein und in der Finanzbranche im Besonderen zu schreiben.

Denn das eigentlich Merkwürdige ist doch: Überall im Verkauf und Vertrieb wird mit Provisionen gearbeitet. Und nirgendwo stört man sich daran, – außer in der Finanzbranche. Ist das nicht seltsam? Warum scheint das Provisionsmodell überall zu funktionieren, nur nicht in der Finanzbranche? Oder anders gefragt: Möglicherweise ist es ja gar nicht das Provisionsmodell, das ursächlich für den desolaten Zustand bei der Finanzberatung verantwortlich ist? Was ist es aber dann?

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Wenn man in die Presse schaut, stößt man immer wieder auf Artikel, die die herkömmliche Art der Bankberatung kritisiert. Hier einige Beispiele:

  • Finanztest vom August 2010: „Anlagebertung der Banken im Test – sechsmal mangelhaft.“
  • Captial 08/2010: „“Kommt ein Kunde zur Bank … Mit welch aberwitzigen Empfehlungen die Finanzberater Anleger abspeisen.“
  • Finanztest vom Januar 2010: „Die große Blamage – Bankberater im Test“
  • Focus Money vom April 2008: „Vorsicht Bank – faule Tipps, freche Provisionen, feige Auskünfte.“
  • Wirtschaftswoche vom Februar 2008: „Bankberatung – ‚Ich habe Sie betrogen'“
  • etc.

Kritisiert wird durchgängig das provisionsorientierte Beratungsmodell. Das Argument ist so:

Weil die Banken und auch viele freie Finanzberater dadurch ihr Geld verdienen, dass ein Produktanbieter ihnen eine Vermittlungsprovision zahlt, haben diese Berater eine Interesse daran, solche Anlageprodukte ihren Kunden schmackhaft zu machen, an denen sie selbst am meisten Provisionen verdienen. Ob das Finanzprodukte -so die Argumentation weiter – würde dem Kunden angedreht werden, vollkommen egal, ob es für ihn wirklich geeignet ist – Hauptsache der Vermittler erhält eine möglichst üppige Provision.

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Folgende Reportage habe ich auf YouTube zum Thema AWD und Herrn Maschmeyer gefunden. Ohne Kommentar …

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Jeder kennt es, der sich schon einmal von einem Bankberater in Anlagefragen hat beraten lassen: Man muss angeben, welcher Risikoklasse man sich zugehörig fühlt. Gehört man nun in die Schublade A, B, C, D oder E?

Tja, da kann man lange grübeln. Manche schlauen Leute haben deshalb Tests entwickelt. Da muss man einfach ein paar Fragen beantworten. Am Ende wird das dann ausgewertet und man weiß dann: „Aha, ich bin Risikoklasse B!“

Wie unsinnig dieses ganze Utnerfangen ist, sieht man, wenn man sich ein wenig mit der wissenschaftlichen Literatur zu diesem Thema beschäftigt…

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Ich habe im heutigen Wirtschaftsteil der Süddeutschen Zeitung einen Artikel gefunden mit dem Titel „Buffet verspekuliert sich – Berkshire Hathaway verliert 1,4 Milliarden Dollar mit Derivaten“.

In gewisser Weise ist es bemerkenswert, dass es überhaupt einen Artikel wert ist, wenn Warren Buffet einmal daneben liegt. Denn es wäre doch sehr erstaunlich, wenn Buffet immer ins schwarze treffen würde. Meiner Meinung nach hat man sowieso Buffets Anlagestrategie missverstanden, wenn man mein seine Art des Investierens müsste jederzeit mit Erfolg gekrönt sein …

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Eben habe ich in der heutigen Ausgabe der Financial Times Deutschland (FTD) einen sehr kurzen Arikel gelesen (S. 24). Überschrift: „Immobilienfonds machen dicht.“

Darin geschildert, dass die Informationspolitik vieler offener Immobilienfonds, die derzeit eingefroren sind, extrem schlecht ist. Daraus leitet die FTD die Vermutung ab, dass die Fondsgesellschaften diese Fonds wohl schon aufgegeben haben. Damit ist gemeint, dass die Fondsgesellschaft nicht mehr vorhat weiteres Geld für diese Fonds einzusammeln, sondern die Objekte nach und nach geregelt zu verkaufen, um am Ende alle Anleger auszuzahlen. Danach würde der Fonds dann aufgelöst werden.

Jeder, der mich gut kennt, weiß, dass ich seit vielen Jahren (deutlich vor September 2008) vor offenen Immobilienfonds gewarnt habe. Wenn ich bei einem Beratungsgespräch gesehen habe, dass jemand offene Immobilienfonds im Depot hat, habe ich immer geraten, sofort und ohne zu zögern diese Anteile zu verkaufen. Wirklich kein einziger Anleger hatte begriffen, auf was für einer Zeitbombe er/sie hier saß.

Und wenn ich es versuchte zu erklären, so gab es einige, die mir schlicht nicht glaubte. Gerne wird dann auf die bisherige glorreiche Vergangenheit verwiesen. Nur bei der Geldanlage ist es halt so: Die Vergangenheit zählt nicht, – das was zählt, ist die Zukunft. Und die kann ganz anders sein als die Vergangenheit.

Den Fehler, von der Vergangenheit auf die Zukunft zu schließen, machen Anleger permanent.

In einem Gespräch letztens ist mir folgender Vergleich eingefallen. Man stelle sich einen jungen Mann, Herrn A, vor. Herr A ist Motorrad-Fan und hasst Sturzhelme. Außerdem rast er gerne. Als Herr A. danach gefragt wird, warum es ein so hohes Risiko eingeht, und ohne Helm 200 km/h auf der Autobahn fährt, antwortet er: „Bisher ist alles gut gegangen. Also ist es wohl nicht so riskant, wie viele Leute meinen. Ich fahre weiter ohne Helm.“

Genauso, wie dieser unbesonnene Motorradfahrer gehen viele bei der Geldanlage vor. Sie wissen gar nicht, auf welche Risiken sie sich einlassen – mit Verweis auf gute Vergangenheitsdaten.

Ich habe eben einen Artikel aus dem Handelsblatt gelesen „Lassen Sie sich von Ihrer Bank nicht über den Tisch ziehen!“ Darin wird Bezug genommen auf die jüngsten Finanztest-Ergebnisse. Ich habe darüber berichtet, dass in einem Test Bankberater grandios schlecht abgeschnitten haben (Link dorthin).

Der Handelsblatt-Artikel gibt ein paar Hinweise, wie man sich auf ein Beratungsgespräch am beten vorbereitet …

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