An den Börsen gab es in den letzten Wochen wieder Kursverluste. Seit Anfang Juni bis heute hat der DAX in der Spitze fast 7 Prozent verloren. Angesichts dieser Entwicklung möchte ich noch einmal auf die große Bedeutung eines aktiven Risikomanagements hinweisen. Risikomanagement wird von den meisten Privatanlegern vernachlässigt, ist aber, meiner Meinung nach, elementar  bei der Geldanlage für elementar.

Und was Risikomanagement betrifft, ist es wichtig zu verstehen, dass es hier verschiedene Ansätze gibt. Je nachdem welche Ziele der Anleger verfolgt …

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Es ist immer wieder nützlich, sich die Frage zu stellen: Wem nützt es? Und zur Zeit reden sehr viele Menschen von einer -befürchteten- hohen Inflation. Für viele Menschen scheint das das Schreckgespenst schlechthin zu sein. Den Leuten wird suggeriert, dass sie, wenn sich nicht aufpassen, alles durch eine dramatische Geldentwertung oder gar eine Währungsreform ihr Vermögen verlieren werden.

Stellen wir uns doch mal die Frage: Wem nützt diese Angst vor der Inflation?

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Sehr gerne lese ich samstags die Beiträge von Volker Looman aus Reutlingen im Finanzteil der FAZ. Ich halte sehr viel von Volker Looman und kann ihm mit fast allem, was er sagt, zustimmen. Es gibt kaum einen Finanzanalytiker in Deutschland, den ich mehr schätze.

In seinen Artikeln schreibt er nur manchmal über Vermögensverwalter auf eine Weise, die ich nicht richtig finde….

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Heute habe ich in der Süddeutschen Zeitung den Artikel „Für immer ich“ gelesen (S. 16). Untertitel: „Menschen utnerschätzen chronisch, wie sehr sich Persönlichkeit und Vorlieben verändern“. Und genau das ist auch das Problem, wenn man bei Banken nach seiner Risikoneigung gefragt wird. In der Regel darf man dann zwische „A – sicherheitsorientiert“ bis „F – spekulativ“ irgendetwas ankreuzen.

Die meisten fühlen sich bei diesem Ankreuzen sehr unwohl. Schon deswegen, weil die meisten eher so denken: „Ein Teil meines Vermögens soll sehr sicher angelegt werden, ein anderer mit moderatem Risiko, und ein kleiner Teil darf ruhig spekulativ angelegt werden.“ Die meisten Menschen denken eher so. Die Idee, dass das gesamte Vermögen komplett sicher oder komplett spekulativ angelegt werden soll, ist fast allen Anlegern fremd.

Und dennoch soll man  sich bei diesen Bank-Befragungen festlegen. Gerechterweise muss ich natürlich erwähnen, dass nicht die Banken sich das ausgedacht haben. Vielmehr sind das Anforderungen, die sich unser Gesetzgber ausgedacht hat. Immerhin mit der guten Absicht, so etwas für den Anlegerschutz zu tun. Ich bezweifle eher, dass das etwas bringt.

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Am Montag den 10. September habe ich einen guten Artikel in der Süddeutschen Zeitung gelesen. Titel: „Meistens zu spät dran“. Diesen Artikel kann ich eins zu eins zustimmen. Darin wird das Ergebnis einer Untersuchung zitiert, die Ali Masarwah von Morningstar gemacht hat. Er überprüfte nämlich, an ein paar großen ung gut benoteten Fonds, wann sie besonders stark nachgefragt wurden…

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Ein Kunde hat mich auf den FAZ-Artikel „Träum weiter, Anleger!“ vom 04.06.2012 (Autor Martin Hock) aufmerksam gemacht. Darin wird eine Umfrage des Marktforschungsinstituts YouGov zitiert. Herauszufinden galt, was die Deutschen von ihrer Geldanlage fordern. Hier die Ergebnisses dieser Umfrage (die Prozentzahlen beziehen sich immer auf die Befragten):

  1. 66% halten eine gute Diversifikation für wichtig.
  2. 70% wünschen sich objektive und nachvollziehbare(verstehbare) Kriterien bei der Auswahl der Anlageprodukte.
  3. 80% halten es für wichtig, dass ihre persönliche Risikoneigung und ihre finanzielle Situation systematisch berücksichtig wird.
  4. 67% wünschen sich eine unabhängige Auswahl aus Geldanlagen vieler verschiedener Anbieter.
  5. 30% wünschen sich 100%ige Sicherheit (also null Risiko).
  6. 30% wünschen sich realen Gewinn trotz kurzfristiger Wertschwankungen.

Der FAZ-Autor schreibt mit bezug auf Vermögensverwalter:

„Unter diesen Umständen kann ein Vermögensverwalter, der das Geld vieler kleiner Kunden anlegen soll, nur verlieren. Denn unterschiedliche Interessen sind kaum miteinander zu vereinbaren.

Einerseits möchten Anleger gerne Expertenhilfe, andererseits die Kontrolle behalten… Ein Teil will einen  realen Gewinn, ein anderer hundertprozentige Sicherheit. Diversifiziert soll das Vermögen angelegt werden, aber der Prozess soll einfach nachvollziehbar sein. „

Die Frage ist tatsächlich, wie sich ein Vermögensverwalter diesen divergierenden Anforderungen stellen soll …

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Eigentlich ist es klar, dass antizyklisches Investieren erfolgreicher sein muss als prozyklisch jedem Trend hinterherzulaufen. Anizyklisch bedeutet nämlich, dann in eine Anlageklasse zu investieren, wenn sich niemand dafür interessiert. Und dann zu verkaufen, wenn es so etwas wie einen Hype gibt.

So klar das ist, so schwierig ist das in der Praxis umzusetzen. Denn die menschliche Psyche macht dem normalen Anleger hier einen Strich durch die Rechnung. Wenn sich die große Masse gerade nicht für eine Anlageklasse interessiert, dann ist man geneigt zu glauben, dass es dafür sicherlich einen driftigen Grund gibt. Umgekehrt ist die Verlockung nur zu groß, wenn sich alle auf eine bestimmte Sache stürzen.

Ein gutes Beispiel hierfür sind Schiffsfonds während der letzten Jahre …

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Viele Anleger glauben an die Vergangenheit. Um einen guten professionellen Geldmanager oder Vermögensverwalter zu finden, sollte man sich am besten ansehen, wie er in der Vergangenheit gewirtschaftet hat. Hat er es gut gemacht, kommt er in die engere Auswahl. So glauben es viele.

Vor ein paar Tagen habe ich ein Interview in der Süddeutschen Zeitung gelesen mit John Coates. Er war erfolgreicher Börsenhändler, bis er in die Forschung wechselte. Das Interessante bei dem Interview war, meiner Meinung nach, dass es den vergangenen Erfolg als Auswahlkritierum als sehr fragwürdig erscheinen lässt

Nachfolgend ein paar Zitate aus diesem Interview (SZ vom Freitag, 20. Juli, S. 26)…

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Wie ein Schneeballsystem funktioniertEine der ältesten Betrugsmaschen ist das sog. Schneeballsystem. Dieses System ist so alt, dass ich es mehr als erstaunlich finde, dass immer noch viele Menschen darauf reinfallen. Immerhin werden bemerkenswert häufig fragwürdige Angebote aus der Taufe gehoben, die letztlich nichts anderes als ein Schneeballsystem sind.

Was wenige wissen, ist, dass ein früher und spektakulärer Fall eines Schneeballsystems aus Bayern stammt. Adele Spitzeder gründete 1869 die Spitzedersche Privatbank. Sitz dieser Bank war die Dachauer Straße in München, weshalb sie auch Dachauer Bank genannt wurde.

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Am Montag, 27.02.2012, startete der DAX bei 6823 Punkten. Im weiteren Verlauf verlor der Index 1,2% und fiel auf 6744. Prompt konnte man Analysen finden, dass jetzt die Trendumkehr eingetreten sei und die Aktienkurse wieder fallen würden. So sagte der Charttechniker Gregor Bauer dem Handelsblatt: „Der Kursrutsch des DAX hat schon begonnen.“ 

Dumm nur, dass sich der DAX bereits am Montagnachmittag wieder erholte, um am Ende des Tages bei 6838 Punkten zu schließen. Wenn der Kursrutsch bereits begonnen hat, wie Charttechniker analysiert haben, so ist es umso erstaunlicher, dass der DAX inzischen bei 6924 steht.

Mir ist es ein echtes Rätsel, wie vernünftige Menschen an so etwas wie Charttechnik glauben können…

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