Kleiner Jahresrückblick 2012

Anfang 2012 war die große Mehrheit der Anleger sehr pessimistisch für die weitere Entwick-lung an den Kapitalmärkten. Die europäische Staatsschuldenkrise schien noch alles andere als ausgestanden. Umso überraschter waren dann alle, als die Aktienkurse von Januar bis März 2012 zu explodieren schienen.
Im zweiten Quartal erlebten wir aber wieder einen dramatischen Kursrückgang. Innerhalb von zwei Monaten verlor beispielsweise der EuroStoxx 50 über 20 %. Man fühlte sich an die schon vergangen geglaubte Krise erinnert…

Hier ein Chart des EuroStox 50 (Quelle: VWD) fürs Jahr 2012:

Danach ging es aber wieder stark bergauf. Die Aktienmärkte waren zwar von September bis Anfang November uneinheitlich. Ab dann bis zum Jahresende ging es aber wieder deutlich nach oben. Im Gesamtjahr erzielte der EuroStoxx50 eine Rendite von 10,4 %.
Das Börsenjahr 2012 war somit unterm Strich sehr erfreulich, auch wenn man im zweiten Quartal wieder einmal sehr gute Nerven brauchte. Die Dr. Peterreins Fonds haben in 2012 folgende Ergebnisse erzielt:

  • Total Return 1-Fonds: 3,33 % (Ziel: Tagesgeld + 1%)
  • Total Return 2-Fonds: 5,16% (Ziel: Tagesgeld + 3%)
  • Global Strategy ETF-Dachfonds: 12,32 %

Ein paar Sätze zur strategischen Ausrichtung der Fonds:

Global Strategy ETF-Dachfonds
Dieser Fonds investiert nach festgelegten Soll-Quoten in folgende Anlageklassen:

  • Europäische Aktien
  • Amerikanische Aktien
  • Japanische Aktien
  • Schwellenländer-Aktien
  • Rohstoffe
  • Staatsanleihen

Jede Anlageklasse wird durch entsprechende Indexfonds (ETFs) abgedeckt. Die Strategie besteht darin, die Ist-Quoten regelmäßig den Soll-Quoten anzupassen. Das heißt: es wird das im Fonds tendenziell verkauft, was gerade gut gelaufen ist. Und es wird das tendenziell gera-de nachgekauft, was gerade schlecht gelaufen ist. Auf diese Weise wird sehr konsequent ein antizyklischer Investitionsansatz realisiert.

Die Total Return-Fonds

Bei den Total Return-Fonds haben wir seit September 2011 eine Strategie-Änderung vorge-nommen. Ziel war es, die Strategie weniger anfällig für Crash-Situationen zu machen. In der Phase von 2008 bis 2011 gab es fast quartalsweise heftige Eruptionen an den Kapitalmärkten. Wir hatten in dieser Zeit zwar mit Stop-Loss-Limits gearbeitet. Das Problem war nur folgen-des: Nachdem Stop-Loss-Limits erreicht waren, mussten wir geldmarktnah investieren. Manchmal war das aber dann gerade wieder die Phase einer temporären Kurserholung.

Die Frage war, wie wir die Strategie so verändern konnten, damit wir gegen Abwärtsphasen besser geschützt waren. Die Lösung bestand darin, noch einen weiteren Parameter unter Be-obachtung zu halten, nämlich die sogenannte Restlaufzeitrendite. Denn klar ist: je höher die Zielrendite, umso höher das Risiko und umso höher die Sensitivität für Kursverluste.

Die Idee ist, dass wir uns für die Fonds jeweils einen Korridor festgelegt haben, in dem sich die Restlaufzeitrendite des Fondsvermögens bewegen darf:

  • Beim TR1-Fonds zwischen 2,3 % und 7,8% mit einer avisierten Zielrendite von aktuell 3,1 %
  • Beim TR2-Fonds zwischen 3,8 % und 12,5 % mit einer avisierten Zielrendite von aktuell 5,0 %.

Das Fonds-Management hat nun die Aufgabe, das Unter- oder Überschreiten dieser Grenzen zu überwachen und gegebenenfalls gegenzusteuern. Unterschreitet beispielsweise die Rest-laufzeitrendite im Vermögen des TR1-Fonds die Marke von 2,3 %, so schichten wir das Fonds-Vermögen so um, dass es wieder eine Restlaufzeitrendite von etwa 3,1 % hat. Dies machen wir, indem wir das Risiko erhöhen.

Wird die Marke von 7,8 % überschritten, so nehmen wir hingegen Risiko aus dem Portfolio heraus. Wir mindern also die Restlaufzeitrendite im Fondsvermögen durch Umschichtungen, so dass die Restlaufzeitrendite wieder bei etwa 3,1 % liegt.

Auf diese Weise werden schon im Vorfeld von Crash-Situationen Risiken gemindert, so dass die Sensitivität für Kursabschwünge deutlich gemindert wird.

Dieses Konzept hat sich sehr gut in der schwierigen Situation im zweiten Quartal 2012 be-währt. Während, wie gesagt, die Aktienmärkte teilweise bis zu 20 % ins Minus gingen, hatte der TR1-Fonds in diesem Zeitabschnitt einen Verlust von knapp 1,5 % und der TR2-Fonds einen Verlust von knapp 2,5 %. Und trotz dieser schwierigen Phase konnten beiden Fonds das Jahr so abschließen, dass die gesetzten Zielrenditen erreicht werden konnten. Nämlich im Falle des TR1-Fonds Tagesgeld plus 1 Prozent, und im Falle des TR2-Fonds Tagesgeld plus 3 %.

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