Analysten halten ihr Fähnchen nach dem Wind

In der Financial Times Deutschland (FTD) habe ich heute einen kurzen Artikel gelesen mit dem Titel: „Imer dem Index nach“. Untertitel: „Die Januar-Rally hat die Analysten überrascht. Deshalb finden sie Aktien plötzlich wieder gut.“  Nachfolgend ein paar Zitate aus diesem Artikel, denn letztlich kann man sich fragen, selche Existenzberechtigung Analysten überhaupt haben  …

In dem genannten Artikel steht:

„2012 wird ein schlimmes Aktienjahr. Nicht ganz so heftig wie 2011, aber vor allem in dern ersten Monaten werden die Märkte deutlich nachgeben.

Etwa so klangen die Ende 2011 veröffentlichten Aktienprognosen … Die Gründe für den Pessimismus lagen ja auf der Hand: Schuldenkrise in Europa … und die Konjunkturaussichten waren im Dezember wederfür Europa noch für die USA berauschend. …

Doch jetzt plötzlich alles doch nicht so schlimm … Der MSCI all-Country World Index … glänzte mit einem Zuwachs von 5,7 Prozent – bester Jahresauftakt seit 1994. Deschalb sind Analysten … nun eifrig dabei, ihre Prognosen dem Trend anzupassen…“

Entschuldigung, aber ist das nicht zum Totlachen. Hat man ein paar schlechte Börsen-Monate, dann ist sich die Mehrzahl der Analysten einig, dass es mit der Börse weiter nach unten geht. Und hat man umgkehert ein paar gute bute Börsenmonate (wobei offenbar nur ein einziger genügt), schon schwenken die meisten Analysten um und orakeln weitere Kurzsgewinne.

Es gibt kaum eine Gruppe, die mehr ihr Fähnchen nach dem aktuellen Trend hält als Börsenanalysten. Sie laufen immer dem Trend hinterher, so gut wie nie nehmen sie ihn vorweg.

Wenn das aber so ist, dann kann man sich fragen, welchen Sinn die Arbeit von Aktienanalysten überhaupt machen. Meiner Meinung nach machen sie so gut wie keinen Sinn. Höchstens den einen, Marketing für ihre jeweilige Bank zu machen. Man versteht, denke ich, Analyse-Abteilungen von Banken am besten, wenn man sich als verkappte Marketing-Abteilungen auffasst. Letztlich geht es nicht um korrekte Prognosen (das schaffen sie nachweislich in einer überwältigend großen Zahl sowieso nicht), sondern darum, in den Medien aufzufallen.

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