Gold und Silber – sichere Häfen?

Die  europäischen Staatsschuldenkrise dauert inzwischen schon zwei Jahre. Die Aktienmärkte fahren Achterbahn. Kein Wunder, dass viele Anleger verunsichert sind. Dazu kommt, dass sich derzeit viele sogenannten Experten mit Horrorszenarien überbieten (ein Blick auf die aktuellen Auslagen der Wirtschaftsbücher in den Buchläden kann einem ohne Weiteres die Stimmung  für zwei Tage versauen). Angesichts all diesem Negativen wünschen die Anleger natürlich vor allem eines: Sicherheit. Nichts ist derzeit  mehr Balsam für die Seele, als eine -sichere- Geldanlage. Ja kein Risiko mehr!

Und wozu flüchtet nun die arme geschundene Seele? Naja, zu Gold oder Silber. Waren das nicht schon immer der Inbegriff von Werterhalt und Sicherheit? Geht alles darnieder, so ist das – meint man – der letzte sichere Hafen. Ja, so meint man und die Medien stoßen (fast einhellig) ins selbe Horn. Gold und Silber, ja das sind die „Krisenwährungen“ schelchthin (Was auch immer mit „Krisenwährung“ gemeint sein mag, denn merkwürdigerweise waren weder Gold noch Silber in allen historisch bezeugten Krisen gut funktionierende Währungen – das waren stattdessen beispielsweise Zigaretten, Damenstrümpfe oder ähnliches).

Wer nun in Gold und Silber einen sicheren Hafen suchte, ist mindestens seit heute eines Besseren belehrt worden. Heute (29.12.2011) hat der Goldpreis fast um 4% nachgegeben, und der Silberpreis ist sogar um über 7% gefallen. Angesichts solch hoher Tagesverluste ist es absurd davon zu reden, dass Gold und Silber „sicher“ wären. Die Tatsache ist: Beide Edelmetalle waren und sind äußerst risikoreiche Formen der Geldanlage. Von Sicherheit keine Spur.

1 Antwort
  1. Martin Hark
    Martin Hark says:

    Ein wirklich sehr interessanter Artikel. Hier meine Gedanken dazu: Man braucht sich nur die Zahlen der Silberverwendung ansehen und schnell wird man feststellen, dass Silber als Anlagegut wieder beliebt geworden ist. Vor allem bei den Privatinvestoren! Die Nachfrage nach Silber hat sich im physischen Bereich (Silbermünzen, Silberbarren) sowie im ETF Bereich in den letzten zehn Jahren verzehnfacht. Bei der aktuellen Notenbankenpolitik und der “Ungewissheit” kann sich meiner Meinung das gleiche in den nächsten zehn Jahren wiederholen. Die Auswirkungen einer nochmaligen Verzehnfachung der Silbernachfrage aus dem privaten Sektor auf den Silberpreis kann sich heutzutage wohl niemand vorstellen!

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