Japanischer Kalender und staatliche Zahlungskrise

Neulich bin ich über eine ganz nette Anekdote gestolpert. Die Japaner hatten nämlich bis 1872 einen eigenen Kalender, der naturgemäß nur sehr wenig mit dem Europäischen (gregorianischen) Kalender zu tun hatte. Beispielsweise kannen die Japaner bis dahin keine 7-Tage-Woche.

Interessanterweise hat die Einführung des europäischen Kalenders in Japan etwas mit Finanzen zu tun …

Der traditionelle japanische Kalender hatte wie der europäische Kalener 12 Monate, allerdings wurde alle paar Jahre ein dreizehnter Schaltmonat eingefügt. Genau das wäre im Januar 1973 der Fall gewesen. Und für diesen 13. Monat hätten die Japanischen Staatsbediensteten natürlich ein Monatsgehalt bekommen müssen. Der Japanische Staat hatte damals aber nicht genügend Geld in der Tasche, um den Sold für den Schaltmonat an seine Beamten auszuzahlen.

Somit bestand die ganz einfach Lösung darin, einfach schnellstmöglich den europäischen Kalender einzuführen, der keinen 13. Monat kannte. So konnte sich Japan viel Geld sparen und haarscharf an der Zahlungsunfähigkeit vorbeischrammen.

Ganz nette Geschichte, nicht wahr?

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