SZ-Artikel zum Thema Euro

Heute habe ich einen sehr guten Artikel in der Süddeutschen Zeitung gelesen. Titel: „Armageddon bleibt aus – Warum die Deutschen um den Euro kämpfen sollten“. Autor: Alexander Hagelüken. Nachfolgend ein paar Zitate hieraus…

Alexander Hagelüken schreibt:

„Wer derzeit die Eintsellung mancher Deutscher zum Euro erlebt, fühlt sich an eine kritische Stelle in der Bibel versetzt … Wie in der Entscheidungsschlacht von Armageddon wähnt man sich angesichts der Euro-Depression – mit dem unguten Gefühl, alles sei schon verloren: die Währung, die Ersparnisse, das einmalige politische Experiment…

… Der Euro-Blues vieler Deutscher ist ungerechtfertigt. Weder ist die Währung außergewöhnlich schwach, noch ist ihr Kurs ein Problem für die deutsche Wirtschaft. Wer seine Ersparnisse vor lauter Angst in Gold oder Schweizer Franken ohne Aussicht auf anständige Verzinsung umwandelt, begeht einen Fehler. Denn Armageddon wird ausbleiben.

Die Entwicklung des Euro zeigt: Der aktuelle Kurs von 1,23 Dollar ist gar nicht so niedrig. Nach ihrem Start 1999 stand die Währung jahrelang deutlich tiefer. Erst Mitte 2006 überwand der Euro auf Dauer die Marke von 1,25 Dollar…

Ein Kurs von 1,23 ist auch momentan kein Drama. Er hilft den deutschen Unternehmen, nach der Megarezession 2009 wieder Waren in alle Welt zu verkaufen. Ein Anschub, der Arbeitsplätze sichert…

Die Währungsunion hat den Deutschen ein beispielloses Konjunkturprogramm beschert. Nie konnten die Unternehmen so unbelastet von Devisenschwankungen exportieren wie in der vergangenen Dekade. In der ganzen Eurozone wurden nach dem Start des gemeinsamen Gelds weit mehr Arbeitsplätze geschaffen als in den Jahren zuvor. Statt zu verzagen, gilt es nun, für den Erfolg zu kämpfen: Indem die Bundesbürger ihre Regierung anhalten, den europaweiten Nationalismus in der Wirtschaftspolitik einzudämmen.“

Zu diesem Beitrag kann ich nur sagen: Mein Gratulation, sehr geehrer Herr Hagelüken! Es tut gut, endlich mal wieder was Vernünftiges zum Thema Euro zu lesen.

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