Helmut Kiener ließ seine Anleger Versicherung gegen Betrug abschließen

Ich habe schon ein paar Mal über den vorgeblichen Dach-Hedgefonds-Manager Helmut Kiener geschrieben. Kiener warb mehrere Millionen unter anderem für seinen K1-Fonds ein. Letztes Jahr wurde er wegen Betrugsverdachts verhaftet.

Heute habe ich etwas Kurioses zum Fall Kiener in der Süddeutschen Zeitung gelesen (S. 24,  Autor: M. Zydra)…

Als Finanzdienstleister kann man eine sogenannte Vertrauensschadenversicherung abschließen. Dadurch werden solche Schäden versichert, die durch Betrug oder ähnliche unehrliche Handlungen des Finanzdienstleisters entstehen.

Im Jahre 2000 schließt Helmut Kiener eine solche Versicherung ab. Und zwar bei dem Spzialversicherer Lloyd’s. Die Prämie belief sich auf 1,2 Prozent der Anlagesumme.

Lloyd’s kündigte die Versicherung aber bereits im Jahre 2001, nachdem Kiener Probleme mit der deutschen Finanzaufsicht bekommen hatte.

Korios: Jemand, dem heute schwerer Betrug vorgeworfen wird, hat zeitweise eine Versicherung für seine Opfer abgeschlossen, um sie gegen den eigenen Betrug zu versichern.

So bizarr das klingen mag, der eigentliche Hintergrund ist natürlich ein anderer. Eine solche Versicherung ist eine gute Methode, um den Vertrieb anzukurbeln. Kieners „Geschäfte“ waren hochgradig intransparent, nicht gerade vertrauenswürdig. Durch den Versicherungsvertrag sollte Vertrauen geschaffen werden.

Das ist, wenn man so will, natürlich noch perfider.

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