Vor dem Kauf eines Hedgefonds sollte man kompetenten Rat einholen

Im Zuge der Finanzkrise sind in den USA ein paar Hedgefondsmanager als Betrüger aufgeflogen. Das prominenteste Beispiel ist Madoff. Jetzt ist auch in Deutschland ein solcher Betrüger aufgeflogen: Helmut Kiener mit seinem K1-Fonds.

An diesem Fall ist interessant, dass in Fachkreisen ziemlich klar war, dass mit dem K1-Fonds irgendetwas nicht stimmen konnte. Heute lese ich, dass wohl an die 10.000 Privatanleger auch in den K1-Fonds investiert haben. Unter anderem in Form des Versicherungsprodukts „K1 Invest Ltd. Vienna Life Police“.

Diese Tatsache ist taurig. Auf der anderen Seite begegne ich immer wieder Leuten, die behaupten, dass sie für ihre Anlageentscheidungen keinen fachmännischen Rat benötigen. Lieber sparen sie sich das Beratungshonorar.

Noch schlimmer ist es freilich, wenn man einem provisionsgetiebenen Vermittler in die Fänge geht. Der Anleger hat das gute Gefühl, nichts für Beratung und Vermittlung bezahlen zu müssen. Tatsächlich aber bekommt er schlechte Produkte angedreht und zahlt sich dumm und dämlich an Gebühren, von denen er gößtenteils gar nichts weiß. 

Ich schätze, dass die meisten der Anleger, die jetzt durch K1 geschädigt werden, im Nachhinein gerne 250 Euro für eine gute Beratung ausgegeben hätten, wenn sie dadurch von dieser Fehlentscheidung bewahrt worden wären.

Ich halte Hedgefonds durchaus für eine interessante Anlageklasse, die für den einen oder anderen Anleger geeignet sein kann. Aber, aber, aber … man sollte sich vorher wirklich kompetent beraten lassen. Ein Privatanleger hat, gerade was Hedgefonds betrifft, nicht den Hauch einer Chance, alleine zu einer guten Entscheidung zu gelangen. Und guter Rat hat seinen Preis. Punkt.

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