Dubai – es war einmal …

Ich führe immer wieder meine Diskussionen, weil ich davor warne auf Trends zu setzen. Von Jahr zu Jahr findet die Anleger-Gemeinde irgendwelche Ideen, die scheinbar sicher hohe Renditen versprechen. Musterbeispiel für solche Trends ist das Segment der Neue Markt-Aktien Ende der 1990er-Jahre. Ein anderes  Beispiel sind Dubai-Immobilien…

Nicht besonders lange her (vielleicht 4 oder 5 Jahre), da zogen Initiatoren für geschlossene Fonds durch die Lande und verdündeten eine frohe Botschaft: In Dubai ist das dicke Geld zu machen. Ich habe damals einen weiten Bogen um diese Angebote gemacht und allen, die mich danach fragten, dringend davor abgeraten. Ich hatte einige Argumente dagagen, aber das Hauptargument war, dass es nicht klug ist, in das zu investieren, was gerade „modern“ ist.

Wer sein Geld dort anlegt, was gerade in aller Munde und hoch gelobt wird, wird mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit Schiffbruch erleiden. Das ist einfach eine alt bewährte Erfahrungsregel. Ich werde regelmäßig deswegen belächelt oder man versucht mich vom Gegenteil zu überzeugen, nach dem Motto: „Das ist doch ganz offensichtlich, dass … nur steigen (oder fallen) kann. Das Gegenteil ist so gut wie undenkbar.“

Ein Beispiel ist übrigens auch Rohöl. Fast in jedem meiner Beratungsgespräche, die ich Anfang 2008 führte, waren sich meine Gesprächspartner absolut sicher, dass Öl nur teurer werden könne. Es gäbe, so meinte man damals, so viele logische Gründe, die für einen Ölpreis-anstieg sprächen. Und was geschah? Der Öpreis ist seitdem dramatisch abgestürzt.

Vielleicht kann man sich bei der Geldanlage sogar an folgende Regel halten: Je sicherer sich jemand mit seinem Invetment ist, umso höher die Wahrscheinlichkeit eines Verlustes. Das ist natürlich etwas zu allgemein gesprochen. Aber ein Körnchen Wahrheit steckt darin.

Zurück zu Dubai. Inzwischen ist der Dubai-Traum geplatzt. Jeder, der hier in den letzten Jahren investiert hat, wird herbe Verluste hinnehmen müssen:

Manche Anleger lernen aus solchen Erfahrungen. Viele Anleger lernen aber -leider- nichts daraus und rennen unversehens gleich dem nächsten Investment-Mode nach.

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