Staaten gewinnen an der Finanzkrise

Anfang der 1990er Jahre gab es in Schweden eine große Bankenkrise. Damals wurden alle schwedischen Banken bis auf eine verstaatlicht. Nach ein paar Jahren wurden diese Banken wieder reprivatisiert. Der schwedische Staat machte dabei ein sehr, sehr gutes Geschäft.

Seitdem Regierungen weltweit Banken retten und mit Milliardenbeträgen unterstützen, kursiert in den Medien und in den Vorstellungen der meisten, dass dieses Geld den Banken einfach in den Rachen geschmissen wird. Dass das einfach verlorenes Geld ist, das wir Steuerzahler aufzubringen haben. Ich machte von Anfang an darauf aufmerksam, dass es durchaus sein kann, dass die Staaten mit diesen Stützungsmaßnahmen sogar Gewinne einfahfen können.

Heute (01.09.09) habe ich tatäschlich in der SZ gelesen: Bankenrettung bringt Milliarden. Darin steht, was der Staat bzw. staatsnahe Organisationen bisher an der Finanzkrise gewonnen haben:

  • Die US-Notenbank Federal Reserve: seit Ausbruch der Finanzkise +14  Mrd.  USD.
  • Die US-Regierung hat Bankaktien im Herbst gekauft, die sie jetzt mit großem Gewinn wieder verkaufen könnte.
  • Der deutsche Staat und der Bankenrettungsfonds Soffin haben bislang etwa 320 Mio Euro an Gebühren für Garantien verreinnahmt.

Das Ganze ist ja noch nicht überstanden. Und die Staaten haben sich mit ihren Rettungsaktionen Risiken ausgesetzt, die durchaus noch bestehen und die eventuell dem Steuerzahler teuer zu stehen kommen wird. Aktuell, nach dem jetzigen Stand der Dinge, haben die Staaten aber eher Geld verdient als verloren.

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