Kosten bei Investmentfonds sind zu hoch

Ein akuteller Beitrag im Handelsblatt (Link dorthin) hat die Überschrift „Krise belastet Fonds-Verwalter“. Darin heißt es, dass in Folge der Finanzkrise die Gebühren fürs Fonds-Management sinken. Das halte ich für prinzipiell gut und wichtig. Im allgemeinen sind nämlich die inneren Kosten, die bei einem aktiv gemangten Investmentfonds anfallen viel zu hoch.  Nach einer Studie von Lipper-Fiduciary vom Herbst 2007 lagen die durchschnittlichen laufenden Gesamtkosten deutscher Fonds bei 1,74%.

Nachfolgend zeige ich, was alleine 0,5% p.a.  weniger Gebühren bringen …

Herr X. will 100.000 Euro auf Sicht von 20 Jahren anlegen. Er sieht sich einen herkömmlchen aktiv gemanagten Investmentfonds A an, der 1,74% .a. laufende Gebühren hat. Er rechnet hier langfristig mit einer Netto-Rendite von 5%.  Als Alternative kommt für ihn ein Fonds B in Frage, der dieselbe Anlagestrategie hat, aber 0,5% weniger kostet.

Er fragt sich, was ihm dieses Weniger an Gebühren langfristig bringen wird. Nach der Zinseszinsrechnung wird er mit Fonds A nach 20 Jahren voraussichtlich 265.330 Euro haben. Bei dem günstigeren Fonds B wird er nach 20 Jahren schätzungsweise 291.776 Euro erreichen, das sind 26.446 Euro mehr.

Die 0,5% mehr an Gebühren erscheinen vielen Anlegern auf den ersten Blick vernachlässigbar, sind aber tatsächlich alles andere als eine Lappalie.  Hier noch die Tabelle, was ein Weniger an Gebühren in Abhängigkeit von der Zielrendite und der Laufzeit bedeutet:

weingerGebühren1

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